DIHK: Unternehmer unbeirrt optimistisch
Neue Arbeitsplätze, mehr Investitionen und Kunden in Kauflaune: Die Unternehmen in Deutschland lassen sich von Krisenszenarien wenig beeindrucken. In der jüngsten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bleibt die Lageeinschätzung optimistisch.
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Neue Arbeitsplätze, mehr Investitionen und Kunden in Kauflaune: Die Unternehmen in Deutschland lassen sich von Krisenszenarien wenig beeindrucken. In der jüngsten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bleibt die Lageeinschätzung optimistisch.
Die Erwartungen haben sich im Vergleich zum Herbst kaum eingetrübt. «Die Wirtschaft läuft rund», sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in Berlin.
46 Prozent der 25 000 befragten Betriebe beurteilten ihre Lage als gut, 45 Prozent als befriedigend. Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen sprach von einer schlechten Lage. Nach Wanslebens Worten wollen die Betriebe in diesem Jahr weitere 250 000 Arbeitsplätze schaffen. Nach dem Exportboom der vergangenen beiden Jahre stütze nun der private Konsum die Konjunktur.
Die meisten Betriebe blicken nach der Umfrage vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr, darunter Industrie und Dienstleistungen. In der Chemie-Branche wuchs die Zuversicht leicht, etwas skeptischer seien die Bauwirtschaft und der Handel. Die Investitionsabsichten gingen leicht zurück, das Niveau bleibe aber relativ hoch.
Zwar gebe es Verunsicherung, sagte Wansleben. Diese habe aber wenig mit der eigenen Geschäftsentwicklung zu tun. Risikofaktoren seien aus Sicht der Unternehmen neben den Energie- und Rohstoffpreisen zunehmend die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Fachkräftemangel.
Das Wachstum zieht aus Sicht des Spitzenverbands an. Nach einer Delle Ende 2011 steigen die Wachstumsraten demnach in diesem Jahr stetig. Insgesamt wächst die deutsche Wirtschaft nach der Prognose aber gemächlicher als zuletzt. Für das Gesamtjahr hält der DIHK an seiner Wachstumsprognose von 1,0 Prozent fest. Damit ist der Verband optimistischer als viele Wirtschaftsforschungsinstitute und die Bundesregierung, die bislang von 0,7 Prozent Wachstum ausgeht. Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt um 3 Prozent gewachsen. (Quelle: Berlin (dpa/lby))
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