13.02.2012

Deutsche Fleischproduktion steigt auf Höchststand

In deutschen Schlachthöfen ist im vergangenen Jahr so viel Fleisch erzeugt worden wie nie zuvor.
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Geräucherte Schweineschinken hängen in einer Großfleischerei in einer Räucherkammer. In Deutschland nimmt der Fleischkonsum weiter zu - die Verbraucher sparen aber trotzdem. Foto: Hendrik Schmidt  (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


In deutschen Schlachthöfen ist im vergangenen Jahr so viel Fleisch erzeugt worden wie nie zuvor. Die Produktionsmenge kletterte gegenüber dem Vorjahr um 119 000 Tonnen oder 1,5 Prozent auf den neuen Höchststand von 8,2 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

Der Produktionszuwachs resultierte aus dem Anstieg der Schweine- und Geflügelfleischerzeugung. Die Rindfleischproduktion ging erneut zurück.
Mit gut 5,6 Millionen Tonnen (plus 2 Prozent) entfielen mehr als zwei Drittel (68,1 Prozent) der Gesamtmenge auf Schweinefleisch. Um den wachsenden Hunger auf diese Fleischsorte zu stillen, wurden 59,3 Millionen Schweine geschlachtet - 877 000 mehr als im Vorjahr.

Der Anteil von 17,4 Prozent an der gewerblichen Fleischerzeugung zeigt, dass auch Geflügelfleisch weiter gerne gegessen wird. In den Schlachthöfen stieg die Produktion von Hühner-, Enten- und Putenfleisch gegenüber dem Vorjahr um 43 200 Tonnen (3,1 Prozent) auf 1,4 Millionen Tonnen.

Hingegen ging die Fertigung des vergleichsweise teuren Rindfleischs um 2,7 Prozent auf knapp 1,2 Millionen Tonnen zurück. Es wurden 3,7 Millionen Rinder geschlachtet - 76 500 Tiere (2 Prozent) weniger als im Vorjahr. Der Rindfleisch-Anteil an der Gesamterzeugung sank von 14,5 Prozent im Vorjahr auf 14,2 Prozent. Damit setze sich ein langjähriger Trend fort, erklärte eine Statistikerin.

Kaum ins Gewicht fielen Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch mit einem Anteil an der Gesamterzeugung von zusammen 0,3 Prozent, auch wenn der Appetit auf diese Fleischsorten gewachsen sein dürfte. Jedenfalls stieg die Zahl der Schlachtungen auf 871 000 Lämmer (plus 3,5 Prozent), 25 000 Ziegen (plus 6,5 Prozent) und 11 200 Pferde (plus 16 Prozent). (Quelle: Wiesbaden (dpa/lby))


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