30.01.2012

Deutscher Automarkt angespannt - Rekord-Rabatte

Gute Zeiten für Autokäufer: Einer Studie zufolge kämpfen die Hersteller in Deutschland mit Rekordrabatten für Neuwagen gegen den schwachen Markt an. Der Januar zeige das höchste Rabattniveau der letzten fünf Jahre, berichtete das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen am Montag.
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Neufahrzeuge der Marken VW, Mercedes-Benz, BMW und Porsche: Einer Studie zufolge kämpfen die Hersteller in Deutschland mit Rekordrabatten für Neuwagen gegen den schwachen Markt an. Ingo Wagner/Archiv (Foto: dpa)
 
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Gute Zeiten für Autokäufer: Einer Studie zufolge kämpfen die Hersteller in Deutschland mit Rekordrabatten für Neuwagen gegen den schwachen Markt an.

Der Januar zeige das höchste Rabattniveau der letzten fünf Jahre, berichtete das Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen am Montag. «Die Stimmung im deutschen Automarkt bleibt sehr angespannt.
» Höchste Nachlässe mit 26,3 Prozent zum Listenpreis ermittelte das Zentrum für den Fiat Panda, der vor einem Modellwechsel steht.

Gegenüber Januar 2011 sei die Zahl der Verkaufsförderungsaktionen der Autobauer um mehr als ein Fünftel (+ 22 Prozent) gestiegen. Zu diesen Aktionen zählen Sondermodelle, Sonderfinanzierungen, Leasing, Rabatte oder Gebrauchtwagenüberzahlungen. Zusätzlich Händlerrabatte sind nicht berücksichtigt. Der durchschnittliche Kundenvorteil der verkaufsfördernden Aktionen lag im Januar bei 11,3 Prozent.

Als Indikator für die Stimmung bei den Herstellern zählt auch die Zahl der taktischen Zulassungen. Dabei werden Neuwagen auf Autobauer oder Autohändler erstzugelassen, um dann mit Preisabschlägen zwischen 20 und 25 Prozent verkauft zu werden. Nach der Studie wurden im Dezember mehr als 70 000 Neuwagen als Eigenzulassungen in den Markt gebracht. Der Anteil an den Gesamtzulassungen sei leicht auf 28,7 Prozent gestiegen - der höchste Anteil in einem Dezember der letzten vier Jahre. «Der hohe Anteil an taktischen Zulassungen zeigt den Druck im Markt», sagte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer. Erst kürzlich hatte Ford-Finanzchef Lewis Booth beklagt, dass einige Konkurrenten Nachlässe gäben, «die nicht gesund sind fürs Geschäft».

Wie in den Vormonaten habe unter den deutschen Herstellern vor allem der defizitäre Autobauer Opel Fahrzeuge als taktische Zulassung verkauft, sagte Dudenhöffer: «Im Dezember wurden 51,6 Prozent aller Opel-Neuwagen auf den Hersteller selbst oder durch den Vertragshandel zugelassen. Dies ist ein besorgniserregender Wert.» Opel teilte mit: «Das Marktumfeld in Deutschland ist - insbesondere für Volumenhersteller wie Opel - derzeit extrem wettbewerbsintensiv.»

Hohe Rabatte winken Autokäufern auch beim Online-Kauf. Im Januar gewährten Internetvermittler nach den Angaben Nachlässe von durchschnittlich 15,9 Prozent nach 14,6 Prozent vor einem Jahr. Gestiegen seien etwa die Rabatte auf das Auslaufmodell des BMW 3er oder des VW Golf. Der Basis-Golf sei im Durchschnitt der Stichprobe mit knapp 18 Prozent Nachlass angeboten worden. (Quelle: Frankfurt/Duisburg (dpa/lby))


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