10.01.2012

Erdbeben der Stärke 7,3 vor Indonesiens Küste

Das Seegebiet vor der Westküste Sumatras ist von einem Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert worden. Das Pacific Tsunami Warning Center erklärte auf seiner Webseite, dass es die geringe Wahrscheinlichkeit eines lokalen Tsunamis gebe.
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Nach Berichten über ein Beben vor Sumatra sind im indonesischen Banda Aceh viele Menschen auf die Straße geflüchtet. Foto: Hotli Simanjuntak (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Das Seegebiet vor der Westküste Sumatras ist von einem Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert worden. Das Pacific Tsunami Warning Center erklärte auf seiner Webseite, dass es die geringe Wahrscheinlichkeit eines lokalen Tsunamis gebe.

Eine weitreichende Gefahr für die Küsten Indonesien bestehe aber nicht. Nach Informationen des britischen Senders BBC gab die indonesische Regierung eine Tsunami-Warnung heraus.
Der Sender berief sich auf einen Behördenvertreter.

Auf der Internetseite des US-Nachrichtensenders CNN hieß es, Berichte über Schäden habe es zunächst nicht gegeben. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte lag das Zentrum in etwa 29 Kilometer Tiefe im Meer. Die Erde bebte etwa 420 Kilometer südwestlich von Banda Aceh.

Der Seismologe Rainer Kind vom Geoforschungszentrum Potsdam sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Das Beben war flach. (...) Bei einem solchen Beben besteht die Gefahr, dass ein lokaler Tsunami erzeugt wird, auf keinen Fall ein Tsunami für den gesamten Indischen Ozean. Aber es könnte schon ein lokaler Tsunami an bestimmten Küstenabschnitten in Sumatra erzeugt worden sein.»

Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuerring um den Pazifischen Ozean, der besonders anfällig für Erdbeben und Vulkanausbrüche ist. Entlang der hufeisenförmigen Zone an den Küsten liegt etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane.

Im Dezember 2004 waren 230 000 Menschen nach einem Seebeben bei einem Tsunami gestorben. Allein auf Sumatra kamen damals 170 000 Menschen um, rund um den Indischen Ozean starben weitere 60 000. (Quelle: Berlin (dpa/lby))


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