Gazprom: Keine geringeren Gaslieferungen nach Europa
Trotz eisiger Kälte in Russland liefert der russische Gasmonopolist Gazprom nach eigenen Angaben seinen europäischen Kunden die vertraglich vereinbarten Gasmengen.
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Trotz eisiger Kälte in Russland liefert der russische Gasmonopolist Gazprom nach eigenen Angaben seinen europäischen Kunden die vertraglich vereinbarten Gasmengen.
«Um die Exporte zu gewährleisten, hat der Konzern alle vorhandenen Pipelines ausgelastet und entnimmt seinen Speichern in Europa deutlich mehr Gas.» Das teilte der Staatskonzern am Mittwoch in Moskau mit.
Am Vortag hatten Medien unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass Gazprom seine Gaslieferungen nach Europa wegen der gestiegenen Nachfrage auf dem heimischen Markt deutlich reduziert habe.
Über die Jamal-Europa-Pipeline von Russland über Weißrussland und Polen nach Deutschland seien seit Mitte vergangener Woche 20 Prozent mehr Gas gepumpt worden, teilte Gazprom mit. Auch die in die Türkei führende Gaspipeline «Blauer Strom» werde auf Hochtouren betrieben. Die Agentur Interfax hatte gemeldet, dass zehn Prozent weniger Gas durch die Jamal-Europa-Pipeline geflossen seien als zuvor.
Russlands größter Gaskonzern erzielte in den ersten neun Monaten 2011 - auch wegen Lieferausfällen infolge des libyschen Bürgerkriegs - fast eine Billion Rubel (etwa 25 Mrd Euro) Gewinn. Der Energieriese erzielte zwischen Januar und September 2011 einen Überschuss von 940,8 Milliarden Rubel, 40,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Medien zufolge profitierte der Staatskonzern von Exportrückgängen wegen der instabilen Lage in der arabischen Welt.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um 38,1 Prozent auf 1173,8 Milliarden Rubel und der Umsatz um 31,1 Prozent auf 3296,6 Milliarden Rubel gewachsen, hieß es. Allerdings ging der Netto-Gewinn im dritten Quartal wegen des warmen Sommers und der gesunkenen Gas-Nachfrage in Europa um 4,4 Prozent zurück. 2011 förderte Gazprom 513 Milliarden Kubikmeter Gas. Zugleich nahmen die Reserven des Konzerns dank geologischen Erkundungen um 686,4 Milliarden Kubikmeter zu. (Quelle: Moskau (dpa/lby))
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