03.02.2012

Gute Umfragewerte für die Kanzlerin

Die schwarz-gelbe Koalition spürt laut einer Umfrage Aufwind in der Wählergunst - und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) profitiert von ihrem persönlichen Auftreten und ihrem Euro- Krisenmanagement.
Diesen Artikel auf Twitter empfehlen

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz nach dem Ende des EU-Gipfel in Brüssel. Foto: Felix Kindermann (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Die schwarz-gelbe Koalition spürt laut einer Umfrage Aufwind in der Wählergunst - und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) profitiert von ihrem persönlichen Auftreten und ihrem Euro- Krisenmanagement.

Mit der Arbeit der Regierungschefin sind die Bundesbürger so zufrieden wie seit zwei Jahren nicht, wie der am Donnerstag veröffentlichte ARD-Deutschlandtrend ergab.
Mit 64 Prozent Zustimmung legte Merkel im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt zu und erreichte den besten Wert seit Dezember 2009. Mit der Arbeit der Regierung sind 42 Prozent (plus acht Punkte) zufrieden - so viele wie seit ihrem Bestehen nicht. Auch Union und FDP können sich verbessern.

In der Sonntagsfrage legen CDU/CSU um einen Punkt auf 36 Prozent zu, und auch die FDP gewinnt einen Punkt auf 3 Prozent. Die SPD büßt demnach im Vergleich zum Vormonat einen Punkt auf 29 Prozent ein, die Grünen verlieren ebenfalls einen Punkt auf 15 Prozent. Die Linke legt um einen Punkt auf 7 Prozent zu, die Piratenpartei verharrt bei 6 Prozent. Für die Sonntagsfrage wurden in dieser Woche 1501 Wahlberechtigte vom Institut Infratest dimap befragt.

Beliebtester Spitzenpolitiker ist laut Umfrage Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), mit dessen Arbeit 65 Prozent der Befragten zufrieden sind. Ihm folgen Merkel mit 64 Prozent und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit 60 Prozent. Auf je 55 Prozent Zustimmung kommen die als mögliche SPD-Kanzlerkandidaten gehandelten Peer Steinbrück und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier.

Mit der Arbeit von Bundespräsident Christian Wulff sind nur noch 33 Prozent zufrieden, das waren 11 Punkte weniger als im Vormonat. Beliebter als Wulff ist inzwischen Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Seine Arbeit finden 34 Prozent der Deutschen gut. Das sind neun Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat.

Merkel wird nicht nur für die politische Arbeit geschätzt. 73 Prozent sind der Meinung, die Kanzlerin sei «rechtschaffen und nicht auf den eigenen Vorteil bedacht». Dass sie in der Euro-Krise «richtig und entschlossen gehandelt» habe, finden 61 Prozent. Daneben glauben 55 Prozent, Merkel wirke «nicht wie eine Parteipolitikerin, sondern eher wie jemand, der über den Parteien steht». (Quelle: Berlin (dpa/lby))


ähnliche Meldungen

Unionsfraktionschef Volker Kauder warnt den hinausgeworfenen Bundesumweltminister Röttgen vor einer möglichen Abrechnung mit Kanzlerin Merkel. Foto: Maurizio Gambarini
Kauder warnt Röttgen vor Abrechnung mit der Kanzlerin

21.05.2012: Unionsfraktionschef Volker Kauder hat den hinausgeworfenen Bundesumweltminister Norbert Röttgen vor einer möglichen Abrechnung mit Kanzlerin Angela Merkel (alle CDU) gewarnt. «In der Union kann jeder seine Meinung sagen.

Thilo Sarrazin (SPD), ehemaliger Finanzsenator von Berlin, bei einer Tonprobe der Sendung
Sarrazin verteidigt sein Anti-Euro-Buch

21.05.2012: Der Ex-SPD-Politiker Thilo Sarrazin hat sein neues Anti-Euro-Buch und seine viel kritisierte Bezugnahme auf die deutsche NS-Vergangenheit verteidigt.

Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei Blüms 75. Geburtstag. Foto: Hannibal/Archiv
Blüm kritisiert Umgang der Kanzlerin mit Röttgen

21.05.2012: Der frühere Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) hat den Rauswurf Norbert Röttgens aus dem Bundeskabinett kritisiert.

Oskar Lafontaine (l), Dietmar Bartsch (M) und Klaus Ernst (r): Eine Einigung über die künftige Spitze der Linken ist auch zwei Wochen vor dem Wahlparteitag nicht in Sicht. Foto: Jens Büttner/Archiv
Keine Lösung im Machtkampf der Linken in Sicht

21.05.2012: Der Geschäftsführende Parteivorstand der Linken wird sich heute erneut mit dem Machtkampf um den Vorsitz befassen müssen.

Ein Mordaufruf eines islamistischen Terror-Propagandisten gegen Mitglieder der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW und Journalisten beschäftigt die Sicherheitsbehörden. Foto: Roland Weihrauch/Archiv
Islamisten-Mordaufruf gegen Pro NRW und Journalisten

20.05.2012: Ein Mordaufruf eines islamistischen Terror-Propagandisten gegen Mitglieder der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW und Journalisten beschäftigt die Sicherheitsbehörden.

Musste nach dem NRW-Wahldebakel seinen Hut nehmen: Norbert Röttgen (CDU). Foto: Oliver Berg
Koalition blickt nach Röttgen-Rauswurf nach vorn

20.05.2012: Die schwarz-gelbe Koalition richtet trotz schwelender Unruhe wegen des Rauswurfs von Umweltminister Norbert Röttgen den Blick nach vorn. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhielt nach interner Kritik an der Entlassung am Wochenende klare Rückendeckung aus der Union.

Die künftige Linke-Doppelspitze? Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Foto: Oliver Dietze/Archiv
Linke tritt bei Suche nach Führungspersonal auf der Stelle

20.05.2012: Der eine will nicht aufgeben, der andere keine Kampfkandidatur. Und auch die Herzdame im Spiel sperrt sich.

Gegen den 26-Jährigen aus Berlin ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Foto: Ronald Wittek/Archiv
Türkei will mutmaßlichen Islamisten an Deutschland ausliefern

20.05.2012: Die Türkei will Medienberichten zufolge einen mutmaßlichen Islamisten aus Berlin in den nächsten Tagen nach Deutschland abschieben.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU). Foto: Olivier Hoslet / Archiv
EU-Kommissar Oettinger sympathisiert mit Atom-Endlager auf Zeit

20.05.2012: EU-Energiekommissar Günther Oettinger hält ein Atom-Endlager auf Zeit für eine gute Idee. «Mich fasziniert das Argument der Rückholbarkeit», sagte Oettinger der «Welt am Sonntag».