01.02.2012

Heidfelds leiser Abschied: Langstrecke statt F1

Rennfahrer Nick Heidfeld hat nach zwölf Jahren wohl endgültig Abschied von der Formel 1 genommen und sucht sein Glück künftig in der Langstrecken-WM. Im Lola-Toyota des Schweizer Teams Rebellion Racing wird der Mönchengladbacher in diesem Jahr auch beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans starten, wie der Rennstall am Mittwoch mitteilte.
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Nick Heidfeld hat beim Langstrecken-Team Rebellion Racing angeheuert. Foto: Imre Foeldi (Foto: dpa)
 
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Rennfahrer Nick Heidfeld hat nach zwölf Jahren wohl endgültig Abschied von der Formel 1 genommen und sucht sein Glück künftig in der Langstrecken-WM.

Im Lola-Toyota des Schweizer Teams Rebellion Racing wird der Mönchengladbacher in diesem Jahr auch beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans starten, wie der Rennstall am Mittwoch mitteilte. «Ich freue mich auf die neue Herausforderung», sagte der 34-Jährige.


183 Grand Prix hat Heidfeld in der Formel 1 bestritten, kam dabei aber nie als Erster ins Ziel. Achtmal wurde «Quick Nick» Zweiter, er ist in der Geschichte der Königsklasse der Pilot mit den meisten Podestplätzen ohne Rennerfolg. Seine Hoffnung auf den WM-Titel gab er nie auf, zuletzt aber schaffte er es zweimal nur noch als Ersatz ins Formel-1-Cockpit. 2010 durfte er am Saisonende fünfmal den Sauber steuern, 2011 vertrat er bei Lotus-Renault den verunglückten Robert Kubica. Zur Saisonmitte aber schob das Team den Routinier eiskalt ab. Danach fand Heidfeld keinen neuen Formel-1-Arbeitgeber mehr.

Ganz allerdings mag der dreifache Familienvater noch nicht auf den Vollgas-Zirkus verzichten. Schon 1999 war Heidfeld im AMG-Mercedes in Le Mans am Start, 13 Jahre später kehrt er auf die Langstrecke zurück. Sein Debüt für Rebellion wird der Wahl-Schweizer am 17. März beim 12-Stunden-Rennen in Sebring in Florida geben. «Das ist eine neue Rennstrecke für mich. Seit ich 1999 in Le Mans war, wollte ich immer auf die Langstrecke zurückkehren», beteuerte Heidfeld.

Sein Cockpit im Lola-Toyota wird sich der PS-Veteran mit dem Schweizer Neel Jani und Nicolas Prost teilen. Der Franzose ist der älteste Sohn des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Alain Prost. Ausgerechnet für dessen Team hatte Heidfeld im Jahr 2000 in Australien sein Formel-1-Debüt gegeben.

Sein künftiger Arbeitgeber setzt große Hoffnungen in den Neuzugang. «Wir hatten einige Optionen», sagte Team-Manager Bart Hayden. «Nick wird eine wertvolle Ergänzung für das Team sein. Er ist schnell, sehr erfahren, ehrgeizig und sehr glücklich, ein Teil von Rebellion Racing zu sein», fügte Hayden hinzu.

Nach Sebring erhält Heidfeld seine zweite Bewährungschance am 5. Mai beim 6-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps. Am 16. und 17. Juni darf er dann bei der spektakulären Ausdauerprüfung im französischen Le Mans ans Steuer. Le Mans ist das Kronjuwel der neuen Weltmeisterschafts-Serie, die insgesamt acht Rennen umfasst. Vorläufer war der Intercontinental Le Mans Cup, den Rebellion Racing im Vorjahr hinter den Werksteams Peugeot und Audi als Dritter beendete. «Ich hoffe, ich kann dem Team dabei helfen, auf diesen beeindruckenden Leistungen aufzubauen», sagte Heidfeld. (Quelle: Berlin (dpa/lby))


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