03.02.2012

Irans geistlicher Führer droht Israel und den USA

Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hat die USA und Israel eindringlich vor militärischen Angriffen auf seine Atomanlagen gewarnt.
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Blick auf die Schwerwasser-Anlage im iranischen Arak. Foto: epa/Archiv (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hat die USA und Israel eindringlich vor militärischen Angriffen auf seine Atomanlagen gewarnt. «Schon das Nachdenken über solche Angriffe wäre für sie von Nachteil.

Das Einleiten dieser Angriffe wäre zehn Mal so nachteilig für sie», sagte Chamenei beim Freitagsgebet in Teheran.


Gleichzeitig machte er klar, dass sich der Iran durch keine Drohungen oder Sanktionen von seinem Atomprogramm abbringen lasse. Wie Teherans Antwort auf Angriffe aussehen könnte, sagte er nicht.

Chamenei reagierte auf einen Bericht der «Washington Post», dem zufolge Israel schon in diesem Frühjahr iranische Atomanlagen bombardieren könnte, um Teheran die Möglichkeit zu nehmen, Atomwaffen zu entwickeln. Der Zeitung zufolge geht US-Verteidigungsminister Leon Panetta von einer «starken Wahrscheinlichkeit» aus, dass Israel den Iran im April, Mai oder Juni angreife. Damit wolle Israel verhindern, dass der Iran Atomwaffen fertigstelle und für israelische Angriffe unerreichbare unterirdische Uranlager anlege.

«Wir haben unsere eigene Art, auf solche Drohungen zu antworten», sagte Chamenei, der laut der iranischen Verfassung das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten hat. «Die USA drohen dem Iran mit Krieg, weil die Amerikaner das Gespräch mit dem Iran fürchten. Ihre einzige Logik zur Erreichung ihrer Ziele sind Krieg und Blutvergießen.»

Er fügte hinzu, Teheran mische sich nicht in andere Länder ein, unterstütze aber Gruppen, die gegen das zionistische Regime stünden. «Wir sagen: Das zionistische Regime ist ein Krebsgeschwür und sollte beseitigt werden, und es wird beseitigt werden.» Teheran hält Israels Haltung für den Hauptgrund der westlichen Kritik an seinem Atomprogramm. (Quelle: Teheran (dpa/lby))


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