06.02.2012

KfW: Zuversicht im deutschen Mittelstand steigt

Allen Konjunktursorgen zum Trotz ist die Zuversicht im deutschen Mittelstand zum Jahresbeginn weiter gestiegen. Das mittelständische Geschäftsklima kletterte im Januar zum dritten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat.
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Konjunkturexperten verzeichnen eine Stimmungsverbesserung in der exportorientierten Industrie. Foto: Maurizio Gambarini  (Foto: dpa)
 
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Allen Konjunktursorgen zum Trotz ist die Zuversicht im deutschen Mittelstand zum Jahresbeginn weiter gestiegen. Das mittelständische Geschäftsklima kletterte im Januar zum dritten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat.

Das sei normalerweise ein Signal für eine Wende zum konjunkturell Besseren, teilte die KfW Bankengruppe in Frankfurt bei der Vorlage des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers Januar mit.
«Die Zuversicht im Mittelstand zu Jahresbeginn ist aus konjunktureller Sicht ermutigend und bestätigt uns in unserer im Vergleich zu anderen Instituten merklich optimistischeren Konjunkturprognose für 2012», sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch: «Wir halten einen BIP-Zuwachs von 1 Prozent in diesem Jahr weiterhin für wahrscheinlich.» Die KfW erwarte nach einem relativ schwachen Winterhalbjahr eine deutliche Erholung ab dem Frühjahr.

Die Bundesregierung sagt bisher ein Plus der Wirtschaftsleistung von 0,7 Prozent voraus, die Deutsche Bundesbank von 0,6 Prozent. Andere Ökonomen rechnen mit weniger Wachstum.

Die Geschäftserwartungen der Mittelständler verbesserten sich trotz der noch immer ungelösten Schuldenkrise und der Warnungen vor einer globalen Konjunkturflaute deutlich, berichtete die staatseigene Förderbank. Sie liegen nun wieder im Plus, nachdem sie zwischen September und Dezember leicht unter die Nulllinie und damit unter den langfristigen Durchschnitt gefallen waren.

«Die kräftige Stimmungsverbesserung in der exportorientierten Industrie ist ein klares Indiz, dass auch die Weltwirtschaft in diesem Jahr nicht ins Bodenlose fallen wird», betonte Irsch. Möglicherweise rappele sich die Weltwirtschaft nach ihrer Schwächephase sogar bereits allmählich wieder auf. In der Realwirtschaft seien die Voraussetzungen dafür jedenfalls gut.

Für eine Entwarnung sei es allerdings zu früh. Solange die Schuldenkrise und damit die Unsicherheiten nicht eingedämmt seien, müsse man jederzeit mit abrupten Vertrauensverlusten und neuerlichen Verwerfungen an den Finanz- und Kreditmärkten rechnen. Damit seien auch herbe konjunkturelle Rückschläge möglich. (Quelle: Frankfurt/Main (dpa/lby))


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