KfW: Zuversicht im deutschen Mittelstand steigt
Allen Konjunktursorgen zum Trotz ist die Zuversicht im deutschen Mittelstand zum Jahresbeginn weiter gestiegen. Das mittelständische Geschäftsklima kletterte im Januar zum dritten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat.
(Foto: dpa)
Allen Konjunktursorgen zum Trotz ist die Zuversicht im deutschen Mittelstand zum Jahresbeginn weiter gestiegen. Das mittelständische Geschäftsklima kletterte im Januar zum dritten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat.
Das sei normalerweise ein Signal für eine Wende zum konjunkturell Besseren, teilte die KfW Bankengruppe in Frankfurt bei der Vorlage des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers Januar mit.
«Die Zuversicht im Mittelstand zu Jahresbeginn ist aus konjunktureller Sicht ermutigend und bestätigt uns in unserer im Vergleich zu anderen Instituten merklich optimistischeren Konjunkturprognose für 2012», sagte KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch: «Wir halten einen BIP-Zuwachs von 1 Prozent in diesem Jahr weiterhin für wahrscheinlich.» Die KfW erwarte nach einem relativ schwachen Winterhalbjahr eine deutliche Erholung ab dem Frühjahr.
Die Bundesregierung sagt bisher ein Plus der Wirtschaftsleistung von 0,7 Prozent voraus, die Deutsche Bundesbank von 0,6 Prozent. Andere Ökonomen rechnen mit weniger Wachstum.
Die Geschäftserwartungen der Mittelständler verbesserten sich trotz der noch immer ungelösten Schuldenkrise und der Warnungen vor einer globalen Konjunkturflaute deutlich, berichtete die staatseigene Förderbank. Sie liegen nun wieder im Plus, nachdem sie zwischen September und Dezember leicht unter die Nulllinie und damit unter den langfristigen Durchschnitt gefallen waren.
«Die kräftige Stimmungsverbesserung in der exportorientierten Industrie ist ein klares Indiz, dass auch die Weltwirtschaft in diesem Jahr nicht ins Bodenlose fallen wird», betonte Irsch. Möglicherweise rappele sich die Weltwirtschaft nach ihrer Schwächephase sogar bereits allmählich wieder auf. In der Realwirtschaft seien die Voraussetzungen dafür jedenfalls gut.
Für eine Entwarnung sei es allerdings zu früh. Solange die Schuldenkrise und damit die Unsicherheiten nicht eingedämmt seien, müsse man jederzeit mit abrupten Vertrauensverlusten und neuerlichen Verwerfungen an den Finanz- und Kreditmärkten rechnen. Damit seien auch herbe konjunkturelle Rückschläge möglich. (Quelle: Frankfurt/Main (dpa/lby))
ähnliche Meldungen
Japans Wirtschaft überraschend stark gewachsen
17.05.2012: Die japanische Wirtschaft erholt sich schneller von den Folgen der Naturkatastrophe vor gut einem Jahr als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahres überraschend deutlich um eine hochgerechnete Jahresrate von real 4,1 Prozent.
Deutsche Wirtschaft unter Dampf: Euroraum stagniert
15.05.2012: Europas Konjunkturlokomotive Deutschland nimmt wieder Fahrt auf. Nach dem Dämpfer zum Jahresende ist die Wirtschaft im Auftaktquartal 2012 überraschend kräftig gewachsen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.
Wirtschaft in Euroländern tritt auf der Stelle
15.05.2012: Die Wirtschaft in den Euroländern tritt auf der Stelle - doch die gefürchtete Rezession ist ausgeblieben. Im ersten Quartal blieb das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 0,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal unverändert.
Volkswirte: Deutschland entgeht knapp Mini-Rezession
13.05.2012: Europäische Volkswirte erwarten, dass die deutsche Konjunktur im ersten Quartal auf der Stelle getreten ist oder sogar leicht zugelegt hat. Das berichtet die Tageszeitung «Die Welt» unter Berufung auf eine Umfrage unter Ökonomen.
Gute Konjunktur kommt langsam am Automarkt an
04.05.2012: Autokäufer in Deutschland können sich weiter über Schnäppchenpreise freuen: Das Rabattniveau im deutschen Automarkt ist nach wie vor hoch, berichtete das Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen am Freitag.
Empfehlungen von ANTENNE BAYERN