Nach einem flotten Marsch durch das herrliche Hintersteiner Tal bei Bad Hindelang führt ein schmaler Weg hinter zu einem wahren Geheimtipp: dem privaten Kutschenmuseum des Malermeisters Martin Weber.
Nach einer viertel Stunde steht man plötzlich vor einem einst zerfallenen und heute ordentlich sanierten Holzstadel, in dessen Inneren eine Phantasiewelt entstanden ist, wie es sie vergleichbar wohl nirgends sonst mehr gibt.
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„Gehen sie doch erst mal alleine für ein paar Minuten hinein“, empfiehlt der etwas menschenscheue Erschaffer der Hintersteiner Märchenwelt.
Immer wieder kommen Frauen und sogar Männer mit glänzenden Augen aus dem Museum, für das offiziell kein Eintritt verlangt wird, für dessen Besuch man in eine Blechbüchse wirft, was man für angemessen hält.
Kaum öffnet man die Tür zu dem Allgäuer Holzschuppen, ist man mittendrin in einer anderen Welt, fühlt sich, wie auf einem anderen Stern. Leise Musik empfängt einen, der erste Eindruck ist, als würde man höchstpersönlich hineintreten in den Film „Doktor Schiwago“.
Nach und nach nimmt man diese Märchenwelt wahr, ein etwas verträumt wirkendes Paar schmiegt sich in einem Pferdeschlitten aneinander, lebensechte Puppen und ausgestopfte Tiere – viele Pferde, dann ein riesiger Bär neben einer Kutsche mit jungen Frauen, daneben eine Hochzeitskutsche und viele andere alte Stücke sind da zu einer ganz eigenen Welt kombiniert.
Manchmal ist es ein wenig unheimlich in dieser Märchenwelt, in der man sich fühlt wie in König Ludwigs Spielzimmer. Über 20 Jahre hat der Besitzer an seinem ganz eigenen Museum gearbeitet.
Anfahrt: Fahren Sie bis nach Hinterstein (Gemeinde Bad Hindelang). Im Ort Hinterstein gibt es gebührenpflichtige Parkplätze. Vom Ortskern Hinterstein aus ist der Weg zum Museum gut beschildert.
Öffnungszeiten: Das Kutschenmuseum in Hinterstein ist ganzjährig offiziell täglich von 8.00 - 20.00 Uhr geöffnet.
Unser Tipp: Auch nach 20 Uhr kann man noch in das Museum. Es empfiehlt sich aber, festes Schuhwerk und Beleuchtung für die etwas 15-minütige Wanderungmitzunehmen. Kleinere Gruppen unternehmen hin und wieder auch eine Fackelwanderung.