29.12.2011

Mäkäräinen/Bergman begeistern bei Biathlon-Show

Mitten im Ruhrgebiet bleibt der Biathlon eine echte Zugnummer. Über 40 000 Zuschauer erhoben sich von den Sitzen, als die Skijäger bei der 10. Auflage der World Team Challenge (WTC) im Schnee von Schalke in die Schlussrunde sprinteten.
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Die Finnin Kaisa Mäkäräinen (r) und Teampartner Carl Johan Bergmann freuen sich über ihren Sieg auf Schalke. Foto: Marius Becker (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Mitten im Ruhrgebiet bleibt der Biathlon eine echte Zugnummer. Über 40 000 Zuschauer erhoben sich von den Sitzen, als die Skijäger bei der 10. Auflage der World Team Challenge (WTC) im Schnee von Schalke in die Schlussrunde sprinteten.


Den meisten Applaus bekam das Sieger-Duo Kaisa Mäkäräinen (Finnland) und Carl Johan Bergman (Schweden), das bei dem Show-Event in der Gelsenkirchener Veltins-Arena mit einer starken Leistung begeisterte. Die deutschen Teams verpassten das Podium deutlich.

Andrea Henkel (Großbreitenbach) und Michael Greis (Nesselwang) mussten sich mit dem sechsten Platz begnügen. «Mehr war nicht drin, es hat trotzdem viel Spaß gemacht», sagte Henkel, die die Atmosphäre genossen hat: «Es ist großartig, wie die Zuschauer hinter den Athleten stehen.» Für den sechsten Platz gab es ein Preisgeld von 12 000 Euro. Die Siegprämie in Höhe von 28 000 Euro sowie zwei Kleinwagen strichen indes Mäkäräinen und Bergman ein.

Zweite wurden Wita Semerenko mit Sergej Sednew aus der Ukraine vor dem schwedischen Team Helena Ekholm/Björn Ferry (Schweden). Franziska Hildebrand/Andreas Birnbacher (Clausthal-Zellerfeld/Schlechting) wurden als zweites deutsches Paar Siebte. Bei dem mit 156 000 Euro dotierten internationalen Mixed-Wettbewerb, für den keine Weltcup-Punkte vergeben werden, mussten sich die insgesamt zehn Paare auf 18 Runden über jeweils 1243 Meter beweisen.

Für Chef-Organisator Herbert Fritzenwenger, der die WTC 2002 ins Leben gerufen hatte, ist das Konzept damit erneut aufgegangen. «Vor dem ersten Mal bin ich mit dieser Idee als Wahnsinniger hingestellt worden. Inzwischen wissen wir, dass Biathlon mit den vielen tollen Zuschauern im Ruhrpott funktioniert», sagte Fritzenwenger. «Die Menschen in dieser Region lieben den Wintersport und sorgen für eine außergewöhnliche Gänsehaut-Atmosphäre. Jetzt freue ich mich auf die WM in Ruhpolding», erklärte Greis. Der Rekordstarter konnte 2002 die Auftaktveranstaltung gewinnen und hatte seitdem als einziger Aktiver an allen zehn Schalker Biathlon-Shows teilgenommen.

Trotz der üppigen Preisgelder - für den 10. und somit letzten Platz wurden immerhin 10 000 Euro kassiert - hatten allerdings viele der aktuellen Top-Stars der Szene einen Bogen um die Jubiläumsveranstaltung gemacht. Das norwegische Nationalteam mit dem Weltcup-Führenden Tarjei Boe und Ole Einar Björndalen hatte abgesagt, weil das Event vor dem nächsten Saisonabschnitt nicht in das Trainingskonzept passe.

Deutschlands beste Biathletin Magdalena Neuner, die ihre Karriere nach diesem Winter beenden will, startet lieber an diesem Freitag beim City-Sprint in Garmisch-Partenkirchen.

Bereits vor dem Rennen in der mit 2400 Tannenbäumen dekorierten Arena, in der unter anderem Schlagersänger DJ Ötzi das Publikum einheizte, herrschte gute Stimmung im eigenes aufgebauten Winterdorf entlang der Außen-Loipe. Nach einem Massenstart behauptete sich das schwedische Duo Ekholm/Ferry im ersten Durchgang vor Marie Laure Brand und Vincent Jay aus Frankreich. Zu Beginn des zweiten Abschnitts drehten aber Mäkäräinen und Bergman auf und entschieden das spannende Finale mit vier Sekunden Vorsprung für sich. (Quelle: Gelsenkirchen (dpa/lby))


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