24.12.2011

Mieterbundschef: Wohnen wird auch 2012 teurer

Viele Mieter müssen sich im kommenden Jahr auf deutlich höhere Kosten fürs Wohnen einstellen.
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Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, erwartet, dass viele Mieter sich im kommenden Jahr auf deutlich höhere Kosten fürs Wohnen einstellen müssen. Foto: Tim Brakemeier  (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Viele Mieter müssen sich im kommenden Jahr auf deutlich höhere Kosten fürs Wohnen einstellen. «Auf der einen Seite steigen die Heizkosten immer weiter, weil Energie immer teurer wird», sagte der Präsident des Deutschen Mieterbunds, Franz-Georg Rips, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Außerdem erwartet er deutliche Steigerungen bei Neuvermietungen - vor allem in angespannten Wohnungsmärkten.
«Hier dürften die Mieten zwischen 10 und 30 Prozent über den ortsüblichen Vergleichsmieten liegen», prophezeite Rips. Bei den Heizkosten erwartet der Verbandschef Steigerungen von bis zu 10 Prozent. «Der Prozess, der 2010 und 2011 schon zu beobachten war, wird sich fortsetzen», so Rips.

Im zu Ende gehenden Jahr mussten die Mieter in Deutschland nach seinen Worten durchschnittlich eine Zunahme bei den Wohnkosten, die sich aus Mieten und Nebenkosten zusammensetzen, von über 3 Prozent hinnehmen. «Das ist deutlich mehr als der Anstieg bei den Lebenshaltungskosten», gab Rips zu bedenken. Kostentreiber waren auch 2011 die Heizkosten.

Große Sorgen bereitet dem Mieterbundschef die Entwicklung auf angespannten Wohnungsmärkten - etwa in Ballungsräumen und Universitätsstädten. «Wenn sich dieser Trend fortsetzt, führt das automatisch dazu, dass sich die allgemeine Vergleichsmiete noch erhöht.» Denn diese werde gebildet aus den Neuabschlüssen der zurückliegenden vier Jahre. Hier sei der Gesetzgeber gefragt: «Er steckt den Kopf in den Sand. Wir brauchen eine Begrenzung der Neuvertragsmieten auf 10 bis 15 Prozent der ortsüblichen Mieten, fordert Rips und fügte hinzu: «Außerdem sollten künftig alle Vertragsabschlüsse für die Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete einbezogen werden.» (Quelle: Berlin (dpa/lby))


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