06.02.2012

Neuer Dienstwagen enthüllt: Vettel ungeduldig

Das Geheimnis um seinen neuen Dienstwagen ist gelüftet, nun will Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel den Renner endlich ausprobieren. «Darauf hat man den ganzen Winter gewartet.
Diesen Artikel auf Twitter empfehlen

Der neue Rennwagen von Red Bull, auch mit Höcker. Quelle: Red Bull (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Das Geheimnis um seinen neuen Dienstwagen ist gelüftet, nun will Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel den Renner endlich ausprobieren.

«Darauf hat man den ganzen Winter gewartet. Es ist schön, rauszufahren und zu spüren, man hat wieder ordentlich Dampf unter der Haube», sagte der Red-Bull-Pilot nach der 86-Sekunden-enthüllung des neuen RB8 per Video auf der Internetseite des Rennstalls.
Schon vor Beginn der Testfahrten am Dienstag im spanischen Jerez de la Frontera machte Teamchef Christian Horner klar: «Unser Ziel ist simpel: Wir wollen beide Titel verteidigen.»

Der neue Bolide hielt für Doppel-Champion Vettel keine großen Überraschungen bereit. «Das Auto ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede», erklärte der 24-Jährige. Die Jungfernfahrt im neuen Auto überlässt er am Dienstag in Jerez seinem Teamkollegen Mark Webber. Vettel wird dann am Donnerstag und Freitag auf die Strecke gehen.

Das Auffälligste am blau-gelben Boliden ist die im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich veränderte Frontpartie, die ähnlich wie beim Ferrari einen mächtigen Höcker aufweist. «Ein wenig hässlich», gestand Chefdesigner Adrian Newey. Auch bei den Fans auf Facebook und Twitter waren die Meinungen geteilt. «Sieht aus wie ein Gabelstapler», meinte einer, andere gerieten ins Schwärmen. Der englische Top-Entwickler Newey habe sich bemüht, auch in diesem Jahr die kleinen Lücken im Reglement auszunutzen, verriet Vettel.

«Wir haben dieses Auto in Rekordzeit gebaut», sagte Boss Horner. Nach der überragenden Vorsaison mit insgesamt zwölf Siegen habe das Team beim Bau des neuen Autos auf Kontinuität gesetzt. Ziel sei es gewesen, bei den ersten Übungsfahrten dabei zu sein. Nur insgesamt zwölf Testtage stehen den Rennställen vor Beginn der Saison am 18. März in Melbourne zur Verfügung. «Wir müssen versuchen, die Tests zu überstehen, viele Kilometer zu sammeln, viele Erfahrungen», meinte Vettel. «Es ist definitiv zu früh, eine Prognose abzugeben.»

Der Hesse strebt in dieser Saison seinen dritten Titel in Serie an. «Es wird extrem eng», urteilte Vettel. «Der Raum für die Designer war sehr gering, deshalb werden die Abstände noch geringer werden.» Teamchef Horner aber setzt fest auf seine Nummer 1. «Als Fahrer entwickelt er sich noch, er wird immer besser», befand der Brite.

Doch auch Routinier Webber will es nach einem Frustjahr im Schatten des Deutschen noch einmal wissen. «Die Messlatte ist in den vergangenen Jahren sehr hoch gelegt worden. Auf diese Herausforderung freue ich mich», beteuerte der 35 Jahre alte Australier.

Vettel führt in diesem Jahr das wohl stärkste Feld in der Geschichte der Formel 1 an. Insgesamt sind sechs Weltmeister am Start. Neben dem Titelverteidiger aus Heppenheim rechnen sich die früheren Champions Fernando Alonso (Ferrari), Jenson Button und Lewis Hamilton (beide McLaren) gute WM-Chancen aus. Eher als Außenseiter gehen Rekordweltmeister Michael Schumacher im Silberpfeil und Rückkehrer Kimi Räikkönen im Lotus in die Saison.

«Wir dürfen nicht erwarten, dass wir im ersten Rennen allen davonfahren», warnte Vettel. Bis zum Auftakt will er in jedem Fall einen Kosenamen für sein neues Gefährt gefunden haben. «Jegliche Bewerbungen sind willkommen», sagte er. Im Vorjahr hatte Vettel sein Weltmeister-Auto «Kinky Kylie» (sexy Kylie) getauft. (Quelle: Milton Keynes (dpa/lby))


ähnliche Meldungen

Sebastian Vettel ist das Aushängeschild der Formel 1. Foto: Jan Woitas
Formel-1-Besitzer verkauft Anteile

22.05.2012: Die Formel-1-Mehrheitsbesitzer CVC Capital Partners haben 21 Prozent ihrer Anteile verkauft. Das Anlagemanagement-Unternehmen Waddell & Reed, die Norges Bank aus Norwegen und das US-Investmenthaus BlackRock zahlten umgerechnet rund 1,25 Milliarden Euro.

Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky. Foto: Frank Leonhardt
Gribkowsky - Gericht lässt kleinen Teil der Vorwürfe fallen

22.05.2012: Im Schmiergeldprozess gegen den ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky haben die Richter am Dienstag einen kleinen Teil der Vorwürfe fallengelassen.

Der frühere BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky schaut durch die Tür im Sitzungssaal im Landgericht München I. Foto: Frank Leonhardt (Archivbild)
Gribkowsky: Gericht lässt Teil der Vorwürfe fallen

22.05.2012: Im Schmiergeldprozess gegen den ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky haben die Richter am Dienstag einen kleinen Teil der Vorwürfe fallengelassen.

Bernie und Slavica Ecclestone sind seit 2009 geschieden. Foto: G. Breloer/Archiv
Ecclestones Exfrau will nicht als Zeugin in München aussagen

22.05.2012: Die Exfrau von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone will nicht als Zeugin im Schmiergeldprozess gegen den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky aussagen.

Michael Schumacher hofft auf ein erfolgreiches Wochenende in Monaco. Foto: Jan Woitas
Schumacher hofft auf Monaco-Glückssträhne

22.05.2012: In der Zocker-Hochburg Monte Carlo hofft Michael Schumacher endlich auf eine Glückssträhne. Nach dem statistisch schlechtesten Saisonstart seiner Rekord-Karriere will der Altmeister die neuerliche Debatte um seine Formel-1-Fahrtüchtigkeit möglichst in Monaco beenden.

Wiesheu soll im Gribkowsky-Prozess aussagen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv
Wiesheu als Zeuge im Gribkowsky-Prozess

22.05.2012: Im Prozess gegen Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky wird heute um 13.00 Uhr der langjährige bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) als Zeuge vor dem Landgericht München erwartet. Wiesheu hatte Gribkowsky im Jahr 2003 für den Vorstandsposten bei der BayernLB empfohlen.

Ein Favorit in der Formel 1 ist derzeit nicht auszumachen. Foto: Jan Woitas
Formel-1-Lotterie zieht nach Monaco

21.05.2012: Die Formel 1 ist in dieser Saison eine reine Lotterie - und jetzt geht es auch noch ins Casino-Paradies Monte Carlo.

Stefan Bradl kam in LeMans als Fünfter ins Ziel. Foto: Stringer
Bradl mit bestem MotoGP-Ergebnis: Fünfter in Le Mans

20.05.2012: Teamchef Lucio Cecchinello hüpfte wie ein kleiner Junge durch die Box, umarmte Stefan Bradl und ließ eine Sektfontäne über seinen Fahrer niedergehen.

Stefan Bradl ist im Qualifying gestürzt. Foto: Ahmad Yusni
Motorrad-Pilot Bradl in Le Mans gestürzt

19.05.2012: Stefan Bradl hat nach einem Sturz im Qualifying zum Motorrad-WM-Lauf von Frankreich den Sprung in die Top Ten verpasst. Der Moto2-Weltmeister der vergangenen Saison geriet in Le Mans beim Beschleunigen aus einer Kurve heraus ins Schlingern und flog von seiner Honda.