Die ANTENNE BAYERN Arbeitsplatzinitiative. Chancen und Tipps für 2009.
In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit.
Richtig bewerben
Überlegen Sie sich in Ruhe, was Ihre Interessen, Hobbys, Lieblingsfächer in der Schule sind oder Themen im Studium oder berufliche Aufgaben.
- Wie bewerbe ich mich richtig?
Überlegen Sie sich in Ruhe, was Ihre Interessen, Hobbys, Lieblingsfächer in der Schule sind oder Themen im Studium oder berufliche Aufgaben. Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Gemeint sind nicht nur Leistungen in der (Hoch-) Schule oder im Job, sondern Fertigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen.
Wo haben Sie dort Defizite? Interessant sind auch Fähigkeiten im Freizeitbereich: Gehen Sie im Verein gerne mit Menschen um? Kennen Sie sich mit Technik am Auto, Rad etc. aus? Haben Sie ein gutes Organisationstalent bei Partys?
- Informieren Sie sich!
Agentur für Arbeit in Ihrer Stadt mit dem Berufsinformationszentrum (BIZ), Berufsberatung, Hochschulteams oder Arbeitsvermittlung. Die für den jeweiligen Beruf zuständige Kammer: z. B. Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer (IHK), Berufsverbände, Gewerkschaften, Firmenbroschüren
Stellenanzeigen in Tageszeitungen und Fachzeitschriften
Im Internet: Homepages von Unternehmen, der Ausbildungsstellen-Informations-Service (ASIS) und der Stellen-Informations-Service (SIS) des Arbeitsamtes und Jobbörsen. Für Absolventen: Informationsveranstaltungen des AIESEC an den Hochschulen
- Die Bewerbung
Bewerbung = Werbung!
Wählen sie gewissenhaft Umschlag, Mappe und Papier aus. Schnellhefter und Klarsichthüllen sind out! Heute sind Klemmschienen, von denen die Seiten in der richtigen Reihenfolge festgehalten werden, am weitesten verbreitet. Viele Copy-Shops bieten diverse Ausführungen an.
Nehmen Sie besser gedeckte Töne in blau, grün oder grau. Weniger ist mehr! Das Papier sollte immer DIN A 4 Format haben, auf keinen Fall liniert oder kariert, auch keine Recycling-Ware nehmen.
Der Umschlag für die Bewerbungsmappe muss aus festem Papier bestehen, einen festen Papprücken haben, neu sein (und auch so aussehen) und genau passen (in der Regel ist das Format C4 richtig). Porto oder Adressangaben müssen absolut korrekt sein. Den eigenen Absender links oben nicht vergessen!
- Todsünden bei der Bewerbung:
Kaffeeflecken oder Eselsohren, zerknittertes Paper oder zerknautschte Mappen, Privataufnahmen oder schlechte Automatenbilder, unvollständige Unterlagen (Zeugnisse oder Lebenslauf fehlen), Rechtschreibfehler und falsche Grammatik, lose Blätter, "Serien-Bewerbung", die an mehrere Firmen gleichzeitig gehen und von einer Vorlage kopierte Anschreiben. KONKRET: Informationen über das Unternehmen: Produkt- oder Leistungsangebot, Zahl der Auszubildenden bzw. Mitarbeiter, wirtschaftliche Entwicklung in jüngster Zeit, Niederlassungen im In- und Ausland.
- Das Anschreiben:
Erklären Sie hier warum Sie sich bewerben: warum diese Position; warum diese Firma; was kann ich bieten, wie kann ich das belegen? Diese Fragen sind kurz, prägnant und mit eigenen Worten zu beantworten. Pluspunkte gibt’s, wenn Sie kenntnisreich auf die speziellen Schlüsselqualifikationen und das Unternehmensprofil der Firma eingehen.
Form:
Das Anschreiben ist höchstens eine Seite lang, wird nicht mit eingeheftet, sondern liegt oben auf der Bewerbungsmappe. Es ist in einer klar lesbaren Schrift (z.B. Arial) in 11 oder 12 Punkt Größe gedruckt. Das Anschreiben enthält die kompletten und korrekten (!) Absender- (auch Mobilfunk und Email) und Empfängerangaben (mit zuständigem Mitarbeiter).
Betreff-Zeile:
Das Wort "Betreff" fällt zwar weg, an dieser Stelle muss aber deutlich werden, dass es sich um eine Bewerbung handelt und wofür. Wenn es sich um eine Antwort auf ein Inserat handelt, Name der Erscheinungsort und -datum nennen!
Formeln: Falls es keinen konkreten Ansprechpartner gibt, beginnen Sie mit: "Sehr geehrte Damen und Herren". Immer besser ist aber ein direkter Empfänger.
Ein Schlusssatz mit einer natürlichen Formulierung wie "Habe ich Ihr Interesse wecken können? Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen." wirkt sympathisch. Als Abschiedsformel "Mit freundlichen Grüßen" verwenden. Unterschreiben sie das Anschreiben mit Ihrem Vor- und Nachnamen.
- Der Lebenslauf:
Für die meisten Personaler ist der tabellarische Lebenslauf das entscheidende Auswahlkriterium. Je länger der Berufsweg, desto konzentrierter der Inhalt – und umgekehrt. Gehen Sie immer vom aktuellsten Eintrag chronologisch rückwärts.
Rubriken:
- Zur Person (Name, Geburtstag und Ort, Staatsangehörigkeit, Familienstand)
- Ausbildung (Schule, Berufsausbildung, Studium, Wehr- oder Zivildienst)
- Beruflicher Werdegang (bisherige Arbeitsstellen, Praktika)
- Fortbildung (Kurse, Seminare, Prüfungen, Abschlüsse)
- Sonstige Kenntnisse (Fremdsprachen, Computerprogramme)
- Außerberufliche Interessen und Aktivitäten (Hobbys, Mitgliedschaften, Ehrenämter)
Ihr Lebenslaufe sollte keine zeitlichen Lücken haben, legen Sie Belege für alle Einträge bei.
Das Datum von Anschreiben und Lebenslauf müssen übereinstimmen.
Vergessen Sie nicht Ihre vollständige Unterschrift.
- Zeugnisse/Bescheinigung:
Die Dokumente immer in guter Kopie, nie im Original verschicken. In der Bewerbungsmappe folgt auf den Lebenslauf das aktuellste Zeugnis, dann chronologisch absteigend.
Die Bescheinigungen belegen Ihre im Lebenslauf aufgeführten Qualifikationen: dazu gehören auch abgeleistete Kurse, Praktikumsbescheinigungen, Fortbildungen, Ehrenämter.
In bestimmten Branchen sind Arbeitsproben erwünscht. Wählen Sie wenige Arbeitsproben gezielt aus.
- Ihr Bewerbungsfoto:
Ein Foto ist seit dem Gleichstellungsgesetz keine Pflicht. Es gibt aber einen sichtbaren Eindruck und verleiht Ihrer Bewerbung ein Gesicht. Nehmen Sie ein professionelles Foto (nicht aus dem Automaten), Farbe oder schwarz-weiß im Format von etwa 4,5 x 6,5 cm. Tragen Sie gepflegte Kleidung, Frisur, und lächeln Sie leicht. Frauen sollten wenig Schmuck und Schminke tragen. Schreiben Sie auf die Rückseite mit Bleistift Ihren Namen und kleben Sie das Foto auf den Lebenslauf.
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