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Biografie - Scooter (Band)

Wechseln zu: Navigation, Suche Scooter Scooter beim Münchner Sommernachtstraum (2013)

Scooter [?sku?t?r] ist eine deutsche Band im Bereich der elektronischen Tanzmusik, die aus vier Mitgliedern besteht, wobei Jens Thele nur im Hintergrund als Manager und Labelchef (Sheffield Tunes / Kontor Records) aktiv ist. Seit 1993 ist die Band international erfolgreich und verkaufte über 30 Millionen Tonträger. Scooter wurde durch Musikpreise wie den Echo ausgezeichnet. Gemessen an Chartsplatzierungen ist Scooter mit über 20 Top-Ten-Hits in den Media-Control-Single-Charts ein Rekordhalter und damit eine der erfolgreichsten Bands Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte 1.1 1986-1993 1.2 1993-1998 1.3 1998-2002 1.4 2002-2006 1.5 2006-2008 1.6 2009-heute 2 Bandmitglieder 2.1 H.P. Baxxter 2.2 Rick J. Jordan (1993 bis 2014) 2.3 Ferris Bueller (1993 bis 1998) 2.4 DJ Axel Coon (1998 bis 2002) 2.5 Jay Frog (2002 bis 2006) 2.6 Michael Simon (seit 2006) 3 Diskografie 4 Tour 5 Auszeichnungen 6 Literatur 7 Weblinks 8 Einzelnachweise

Geschichte[Bearbeiten]

1986-1993[Bearbeiten]

Der Frontmann von Scooter, H.P. Baxxter, lernte 1986 Rick J. Jordan, damals Keyboarder in mehreren hannoverschen Bands, über eine Kleinanzeige kennen. Sie gründeten zusammen mit H.P.s Schwester Britt und dem Schlagzeuger Slin Tompson (Nils Enghusen, ehemals The P.O.X.) die Synthie-Pop-Band Celebrate the Nun. Zwei Alben und fünf Singles wurden zwischen 1988 und 1991 veröffentlicht, wobei außer der Top-5-Platzierung der Single Will You Be There in den US-Dance-Charts der Erfolg ausblieb. Nach der Auflösung der Gruppe baute sich Rick J. Jordan in seinem Keller sein erstes Tonstudio ein, wo er 1993 die CD Real Life von Crown of Creation produzierte. H.P. Baxxter fing beim Indie-Label Edel Music an zu arbeiten und lernte dort den heutigen Manager Jens Thele kennen. Eine Woche nach der Loveparade 1993 gründeten H.P. Baxxter, Rick J. Jordan, Jens Thele sowie Baxxters Cousin Sören Bühler (Künstlername: Ferris Bueller) die Remix-Band The Loop. Diese veröffentlichte Remixe für Marky Mark, Holly Johnson und RuPaul.

1993-1998[Bearbeiten]

Bei der Produktion des Tracks Vallée de Larmes entstand Scooter. Die Hauptsequenz des Tracks erinnerte an Kirmes und den bekannten Autoscooter. Der Track erschien Februar 1994 auf CD und erreichte in den deutschen Dance-Charts Platz 8.

Im Mai wurde Hyper Hyper veröffentlicht, dessen gleichnamige Vocals auf Annihilating Rhythm des schottischen Acts Ultra-Sonic basiert. Dieser Titel war stilbildend für viele der später produzierten Stücke Scooters. Hyper Hyper erreichte europaweit die Top 5. Dieses Ereignis beschrieb H.P. Baxxter mit den Worten "Da sitzt du jahrelang im Keller, produzierst wie ein Irrer, erlebst nur Flops, und wenn du denkst, jetzt wird es nichts mehr, hast du plötzlich einen europaweiten Top-Five-Hit."

Nach Hyper Hyper wurde Scooter bereits als One-Hit-Wonder abgetan, die nachfolgenden Hits Move Your Ass!, Friends, Endless Summer und Back In The UK landeten jedoch allesamt in den Top 5 der Charts. Mit Back in the UK gelang Scooter sogar der Einstieg in die britischen Charts. Das im Januar 1995 veröffentlichte Debüt-Album ?and the Beat Goes On! erreichte allerdings nur Platz 29. Die Folgealben Our Happy Hardcore und Wicked!, die beide 1996 veröffentlicht wurden, waren kommerziell erfolgreicher, die zweite Single-Auskopplung aus Our Happy Hardcore, Let Me Be Your Valentine, erreichte Platz 14 der Charts. Rebel Yell war eine Coverversion von Billy Idols gleichnamigem Hit von 1984. Mit Wicked! drosselten Scooter die bpm-Zahl deutlich. Die erste Auskopplung I'm Raving (basierend auf der Ballade Walking in Memphis von Marc Cohn aus dem Jahr 1991) erreichte Platz 4, die Ballade Break It Up Platz 15. In zahlreichen Songs fanden sich immer wieder entliehene Passagen aus der Radiosendung The Steve Mason Experience, die wöchentlich auf BFBS ausgestrahlt wurde, insbesondere aus den Vocals des gelegentlichen Gastes MC Mystic Man.

Im Folgejahr gelang mit Fire einer der höchsten Neueinstiege in die Singlecharts. Das Album Age of Love wurde veröffentlicht, und mit der Age-of-Love-Tour startete die erste Scooter-Hallentour. Ende des Jahres 1997 erschien mit No Fate eine eher ruhige Single. Die Single erreichte Platz 39 der Charts.

1998-2002[Bearbeiten]

Während der Produktion zu How Much Is the Fish? verließ Ferris die Band und wurde durch Axel Coon ersetzt. Kurz darauf wurde How Much is the Fish? veröffentlicht. Der Song wurde in Deutschland ein großer Erfolg. Die zweite Single-Auskopplung des am 20. Juli 1998 veröffentlichten Albums No Time to Chill wurde als Doppel-A-Single veröffentlicht. Sowohl für We Are the Greatest, als auch für I Was Made for Lovin' You (Cover des gleichnamigen Hits der amerikanischen Rockband Kiss von 1979) wurde ein eigenes Musikvideo gedreht. Die Single war allerdings kein kommerzieller Erfolg.

Die nächste Single-Auskopplung des Albums No Time to Chill war Call Me Mañana. Diese erschien Anfang 1999 und enthielt wieder eine bekannte Melodiepassage aus James Brown Is Dead von L.A.Style (Denzil Slemming um 1991). Die Album-Version enthielt dieses Sample nicht.

Gegen Ende des Jahres wurde ein neues Album namens Back to the Heavyweight Jam veröffentlicht. Es brachte Scooter in Deutschland zum ersten Mal eine Gold-Auszeichnung für eine LP ein. Singles waren Faster Harder Scooter und Fuck the Millennium. Letzteres wurde für den Single-Release völlig umstrukturiert und hat mit der Album-Version nur noch einige Textstellen gemein. Hier wurde ebenfalls eine sehr bekannte fremde Melodie eingebaut: Wheels von Jimmy Torres aus dem Jahr 1960, von dem bereits dutzende Coverversionen existieren.

Die Single I'm Your Pusher (basierend auf Flieger, grüß mir die Sonne), die am 1. Mai 2000 erschien, wurde zum Titelsong der VIVA On Road Tour 2000 ernannt und war die erste Auskopplung aus dem folgenden Album Sheffield. Auch die zweite Single, She's the Sun, kam beim Publikum nicht an. Unter dem Pseudonym Ratty veröffentlichen Scooter im Jahr 2000 außerdem die Single Sunrise (Here I Am). Der Titel wurde in den Großraum-Techno-Clubs ein Hit. Rattys Nachfolge-Track Living on Video wurde dann kein großer Erfolg.

Für das Projekt Pop 2001 steuerten Scooter eine Coverversion des 1978er Hits Am Fenster der Band City bei.

Im Mai 2001 wurde die nächste Single, Posse (I Need You on the Floor), veröffentlicht, die es bis auf Platz 7 in Deutschland schaffte. Auch das neue Album We Bring the Noise! konnte sich durchsetzen. Die zweite Single-Auskopplung, Aiii Shot the DJ, schaffte es auf Platz 29. Im dazugehörigen Videoclip gibt es einen Gastauftritt des Komikers und Musikers Helge Schneider. Im Dezember wurde die Single Ramp! (The Logical Song), eine Coverversion des Supertramp-Songs The Logical Song veröffentlicht.

Bei der darauffolgenden Tour Anfang 2002 musste Axel ins Krankenhaus. DJ Jay Frog vertrat ihn. Kurz darauf trennt sich Axel Coon von Scooter und Jay Frog ersetzt ihn.

2002-2006[Bearbeiten]

Am 11. Februar 2002 wurde unter dem Pseudonym 3 A.M. die Single Nessaja zunächst ohne Gesang von H.P. auf Kontor Records veröffentlicht. Es enthält eine Textstelle aus einem gleichnamigen Lied von Peter Maffays Musicalreihe Tabaluga. Zwei Monate später erschien am 8. April 2002 auch die Version mit H.P. Baxxters Stimme. Der Song stieg von 0 auf 1 an die Spitze der deutschen Single-Charts. Im März 2003 veröffentlichte die Band das Album The Stadium Techno Experience.

Den letzten großen Auftritt hatten Scooter im März 2004 beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2004 mit dem Namen Germany 12 Points!, wo sie ihren Song Jigga Jigga! vortrugen. Sie erreichten den zweiten Platz hinter Max Mutzke. Im Februar bekamen Scooter zum zweiten Mal den Echo in der Kategorie Dance Act National verliehen. 2004 tourte Scooter mit der We Like It Loud-Tour zum zehnjährigen Bandbestehen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am 6. Dezember 2004 veröffentlichten Scooter die Nachfolge-Single von Shake That! (eine Coverversion von Shake Your Booty von KC and the Sunshine Band) namens One (Always Hardcore), die die Top 10 der Charts erreichte. Diese Single enthält eine nachgespielte Melodie aus Cappellas Move on Baby (1994). Die Vocals und eine weitere, dezente Melodie basieren außerdem auf dem Happy-Hardcore-Song Always Hardcore (Radio Mix) (dessen Vocals wiederum auf Pearl Jams Alive basieren) von Bodylotion (Neophyte) aus dem Jahre 1996.

2004 veröffentlichten sie auch ihr Studioalbum Mind the Gap, das unter anderem eine Coverversion des Songs Stripped von Depeche Mode enthielt in allen Versionen des Albums. Der gleiche Song erschien auch auf Ihren späteren Live-Album Excess All Areas. 2007 produzierten sie für den Song eine Orchester-Version, der als Download veröffentlicht wurde.

Am 7. März 2005 kam die Single Suavemente in den Handel, die den gleichnamigen Merengue-Hit von Elvis Crespo sampelt.

Am 9. September 2005 gaben Scooter zum ersten Mal ein Konzert in den USA. In der Allstate Arena (Chicago) waren Scooter nach drei lokalen DJs und Aquagen sowie den Benassi Brothers der Mainact und präsentierten 8000 Fans eine spektakuläre Show. Hier wurde auch die neue Single Hello! (Good to Be Back) zum ersten Mal vorgestellt.

Hello! (Good to Be Back) wurde am 14. Oktober 2005 veröffentlicht. Das Album Who's Got the Last Laugh Now? erschien am 4. November 2005. Am 30. Dezember 2005 folgte die 33. Single Apache Rocks the Bottom!

Am 6. März 2006 starteten Scooter im deutschsprachigen Raum ihre Who's Got the Last Laugh Now?-Tour in Hannover, die am 26. März 2006 mit dem Konzert in der Alsterdorfer Sporthalle

Wikipedia-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Scooter_(Band)

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Titelauswahl von Scooter
Interpret
Titel
Jahr
Scooter
How much is the fish?
1998
Scooter
Fire
1997
Scooter
Rebell yell
1996
Scooter
Back in the U.K.
1995
Scooter
Endless summer
1995
Scooter
Friends
1995
Scooter
Move your ass
1995
Scooter
Hyper, Hyper
1994