07.02.2012

Toyota hebt Gewinnprognose an

Der schwer gebeutelte japanische Autobauer Toyota holt wieder auf: Nach harten Monaten in Folge der Naturkatastrophen in Japan und Thailand sowie des starken Yen rechnet Asiens größter Autobauer für das am 31. März endende Geschäftsjahr 2011/12 mit höheren Erträgen als erwartet.
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Dank Kostensenkungen und einer Erholung der Produktion nach den Katastrophen in Japan und Thailand sollen die Erlöse bei Toyota nun steigen. Foto: Andrew Gombert  (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Der schwer gebeutelte japanische Autobauer Toyota holt wieder auf: Nach harten Monaten in Folge der Naturkatastrophen in Japan und Thailand sowie des starken Yen rechnet Asiens größter Autobauer für das am 31. März endende Geschäftsjahr 2011/12 mit höheren Erträgen als erwartet.


So dürfte sich der Nettogewinn dank steigender Verkaufszahlen auf den beiden wichtigsten Märkten in Nordamerika und Japan auf 200 Milliarden Yen (2 Milliarden Euro) belaufen. Das ist zwar nur die Hälfte des Vorjahresgewinns, aber immerhin elf Prozent mehr als noch im Dezember prognostiziert. An Umsatz werden jetzt 18,3 statt 18,2 Billionen Yen angepeilt, wie Toyota am Dienstag mitteilte.

Zugleich hob Toyota das Absatzziel für seine Hausmarke um 30 000 auf weltweit 7,41 Millionen Autos. 2012 will die gesamte Toyota-Gruppe, zu der auch Hino Motors und Daihatsu gehören, mit einer Reihe neuer Modelle wieder auf die Rekordspur einschwenken: 9,58 Millionen Autos will der Konzern in diesem Jahr verkaufen, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit diesem ambitionierten Rekordziel schickt sich Toyota an, die im vergangenen Jahr an den US-Rivalen General Motors verloren gegangene Krone des weltweit absatzstärksten Autobauers zurückzuerobern.

So könnte Toyota laut Branchenbeobachtern in diesem Jahr Marktanteile in den USA zurückgewinnen, wo die Japaner unter anderem mit dem Hybrid-Erfolgsmodell Prius und dem Camry zuletzt deutliche Absatzzuwächse erzielten. Auch in Japan, Toyotas zweitgrößtem Markt, steigen die Absatzzahlen dank staatlicher Steuervergünstigen für umweltfreundliche Autos wieder kräftig.

Das neu erwachte Vertrauen folgt nach einem Jahr voller Rückschläge: Toyota litt 2011 wie auch andere japanische Unternehmen erst unter den Produktionsausfällen durch das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März. Kaum erholt, schlug die Flutkatastrophe in Thailand zu. Dazu kletterte der Yen auf Rekordhöhen und machte Exporte teurer.

In den ersten neun Monaten war der Nettoertrag von 382,7 Milliarden Yen im Vorjahr auf 162,5 Milliarden Yen eingebrochen. Der Umsatz ging um 10,2 Prozent auf 12,88 Billionen Yen zurück, der globale Absatz schrumpfte um 9 Prozent auf 4,99 Millionen Autos.

Im dritten Quartal gelang zumindest beim Umsatz die Kehrtwende: Der stieg um 4,1 Prozent, während der Gewinn um 14 Prozent sank. Trotz des weiter festen Yens rechnet Toyota jedoch damit, dass die Erträge am Ende des Gesamtgeschäftsjahres auch dank Kostensenkungen und einer Erholung der Produktion höher ausfallen als erwartet, auch wenn die Ergebnisse noch deutlich unter den Vorjahreswerten liegen.

Schwere Zeiten machen indes auch die anderen japanischen Autobauer durch: Mitsubishi kündigte am Montag an, sein einziges europäisches Werk im niederländischen Born dichtzumachen. Künftig will sich Mitsubishi Motors stärker auf Wachstumsmärkte wie Russland und China konzentrieren. Konkurrent Suzuki meldet einen Gewinnrückgang zwischen April und Dezember um 4,7 Prozent auf 40,6 Milliarden Yen (rund 406 Millionen Euro). Der Umsatz verringerte sich um 6,7 Prozent auf 1,8 Billionen Yen. Bereits Ende Januar hatte Honda einen Gewinnrückgang für das dritte Geschäftsquartal bekanntgegeben. (Quelle: Tokio (dpa/lby))


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