15.01.2012

Trotz Unglück: Verband glaubt an Kreuzfahrtboom

Der Deutsche Reiseverband sieht nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» vor der toskanischen Küste keine negativen Auswirkungen auf die Kreuzfahrtbranche.
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Am Passagierkai des Ostseebades Warnemünde hat das Kreuzfahrtschiff «Norwegian Sun» festgemacht. Foto: Bernd Wüstneck (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Der Deutsche Reiseverband sieht nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» vor der toskanischen Küste keine negativen Auswirkungen auf die Kreuzfahrtbranche.

Trotz der Tragödie gehörten Kreuzfahrtschiffe zu den sichersten Verkehrsmitteln, sagte der Sprecher des Verbandes, Torsten Schäfer, am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.
Er erwarte nicht, dass es wegen des Unglücks einen Abbruch des Branchen-Booms gebe.

«So schlimm dieses Unglück ist, es zeigt einmal mehr, dass wir uns in einer Welt bewegen, wo jeden Tag etwas passieren kann», sagte Schäfer. Dessen seien sich die Menschen auch bewusst, egal, ob sie in ein Auto, die Bahn, ein Flugzeug oder auf ein Kreuzfahrtschiff stiegen. «Deswegen sehen wir bei aller Tragödie dieses Unfalls keine großen Auswirkungen.» Mit Blick auf die Relationen zwischen Unglücken etwa mit dem Auto oder Flugzeug gehörten Kreuzfahrtschiffe zu den sichersten Verkehrsmitteln.

Zur Entwicklung des Kreuzfahrtgeschäfts sagte Schäfer, die Branche erwarte kein Ende des Booms. Im Jahr 2010 hätten in Deutschland 1,6 Millionen Passagiere eine Kreuzfahrt auf hoher See oder einem Fluss gemacht, davon alleine 1,2 Millionen eine Hochsee-Kreuzfahrt. Aktuelle Zahlen für das vergangene Jahr will der Reiseverband im März auf der Reisemesse ITB vorstellen.

Schäfer: «Der deutsche Kreuzfahrtenmarkt gehört seit Jahren zu den Segmenten in der Reisebranche mit den höchsten Wachstumsraten.» Pro Jahr wuchs der Markt in den vergangenen Jahren um 18 bis 20 Prozent, sowohl beim Umsatz als auch bei der Zahl der Passagier. 2010 lag der Umsatz der deutschen Veranstalter von Kreuzfahrten - etwa Aida oder Hapag-Lloyd - bei zwei Milliarden Euro. (Quelle: Berlin (dpa/lby))


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