17.02.2012

Verwalter muss Heizkosten noch genauer abrechnen

Nicht nur Vermieter, sondern auch Verwalter von Wohneigentum müssen Heizkosten noch sorgfältiger abrechnen: Nach einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) müssen Verwalter die Kosten nach Verbrauch auf Eigentümer umlegen.
Diesen Artikel auf Twitter empfehlen

Der BGH gab zwei Wohnungseigentümern recht, die sich gegen die Jahresabrechnung ihrer Eigentümergemeinschaft gewendet hatten. Foto: Friso Gentsch  (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Nicht nur Vermieter, sondern auch Verwalter von Wohneigentum müssen Heizkosten noch sorgfältiger abrechnen: Nach einem am Freitag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) müssen Verwalter die Kosten nach Verbrauch auf Eigentümer umlegen.

Damit bekamen zwei Wohnungseigentümer recht, die sich gegen die Jahresabrechnung ihrer Eigentümergemeinschaft gewendet hatten.
Der Verwalter hatte bei den Heiz- und Warmwasserkosten nicht die tatsächlichen Verbrauchskosten, sondern die im Abrechnungsjahr an den Energieversorger geleisteten Abschlagszahlungen auf die Eigentümer umgelegt.

Zwar war die Revision der übrigen Eigentümer, die die Abrechnung für richtig halten, teils erfolgreich. Die Gesamtabrechnung war laut BGH ordnungsgemäß. Nicht aber die Einzelabrechnungen, weil sie nicht den tatsächlichen Verbrauch zugrunde legten. Diese müssen nun neu erstellt werden (AZ: V ZR 251/10 - Urteil vom 17. Februar 2012). Die Abweichung der Einzelabrechnungen von der Gesamtabrechnung müsse der Verwalter aus Gründen der Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit in der Abrechnung verständlich erläutern.

Ein anderer BGH-Senat hatte erst vor wenigen Tagen Vermieter darauf hingewiesen, dass nur der tatsächliche Energieverbrauch der Mieter zähle. Bislang haben zahlreiche Besitzer den Bewohnern in Rechnung gestellt, was sie pauschal an die Versorgungsunternehmen gezahlt haben (Az.: V III ZR 156/11- Urteil vom 1. Februar 2012). (Quelle: Karlsruhe (dpa/lby))


ähnliche Meldungen

Wirtschaftsminister Philipp Rösler und Kanzlerin Angela Merkel beim Energie-Gipfel. Foto: Michael Kappeler
Energiegipfel bei Kanzlerin Merkel

23.05.2012: Im Bundeskanzleramt hat ein Energie-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), mehreren Ministern und den 16 Ministerpräsidenten begonnen.

Seehofer (l.) übt Druck auf Kanzlerin Merkel aus. Foto: Rainer Jensen/Archiv
Seehofer droht Merkel mit Alleingang bei Energie

23.05.2012: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will heute um 11.00 Uhr mit den 16 Ministerpräsidenten der Länder über die Probleme bei der Umsetzung der Energiewende beraten.

Bundespräsident Joachim Gauck (M) übergibt dem scheidenden Umweltminister Norbert Röttgen (r) im Schloss Bellevue in Berlin seine Entlassungsurkunde. Foto: Michael Kappeler
Merkel verteidigt Entlassung Röttgens

22.05.2012: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Entlassung von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) verteidigt.

Wegen des rasanten Anstiegs der Ölpreise mussten Besitzer von Ölheizungen 2011 tiefer in die Tasche greifen, während Kunden bei Gas und Fernwärme weniger bezahlen mussten als im Vorjahr. Foto: Ralf Hirschberger dpa
Milder Winter senkt Heizkosten

22.05.2012: Wegen des milden Winters mussten Verbraucher weniger heizen, auf große Einsparungen können sich viele dennoch nicht freuen.

Norbert Röttgen will sich vorerst nicht zu den Hintergründen seiner Entlassung durch Kanzlerin Merkel äußern. Foto: Henning Kaiser/Archivbild
Abservierter Röttgen will nicht nachkarten

21.05.2012: Der scheidende Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will vorerst nicht gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen seiner Entlassung nachkarten.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU). Foto: Olivier Hoslet / Archiv
EU-Kommissar Oettinger sympathisiert mit Atom-Endlager auf Zeit

20.05.2012: EU-Energiekommissar Günther Oettinger hält ein Atom-Endlager auf Zeit für eine gute Idee. «Mich fasziniert das Argument der Rückholbarkeit», sagte Oettinger der «Welt am Sonntag».

Wer sich oft Geld aus dem Automaten holt, kann schnell ins Minus rutschen. Doch das Konto zu überziehen ist teuer, denn die Zinsen für den Dispokredit sind hoch. Foto: Kai Remmers
Umfrage: Mehrheit für gesetzliche Deckelung von Dispozinsen

20.05.2012: Den Verbrauchern in Deutschland sind die Zinsen für die Überziehung ihres Girokontos viel zu hoch.

Die Hiobsbotschaften aus der Solarindustrie reißen nicht ab - doch es wird damit gerechnet, dass die Branche überleben und irgendwann auch ohne Subventionen auskommen wird. Foto: Jan Woitas/Archiv
Expertin: Deutsche Solarbranche wird überleben

20.05.2012: Die deutsche Solarbranche wird nach Ansicht der Energieexpertin Claudia Kemfert ungeachtet der jüngsten Pleitewelle überleben. «Wir haben sehr gut aufgestellte Unternehmen im Land.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. Foto: Peter Steffen/Archiv
McAllister fordert zügiges Handeln bei Energiewende

19.05.2012: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) drängt den neuen Umweltminister Peter Altmaier (CDU) zu zügigem Handeln bei der Energiewende. Sie bleibe das «Megathema», sagte McAllister der Tageszeitung «Die Welt».