08.01.2012

Waldbrände in Chile: Ureinwohner beschuldigt

Der chilenische Innenminister Rodrigo Hinzpeter verdächtigt Ureinwohner, einen Teil der verheerenden Waldbrände in dem südamerikanischen Land gelegt zu haben.
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Das Feuer hat rund 55 000 Hektar Wald zerstört. Sieben Feuerwehrleute sind ums Leben gekommen. Foto: Ariel Marinocovic (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Der chilenische Innenminister Rodrigo Hinzpeter verdächtigt Ureinwohner, einen Teil der verheerenden Waldbrände in dem südamerikanischen Land gelegt zu haben.

Allerdings relativierte Regierungssprecher Andrés Chadwick die Aussagen Hinzpeters und mahnte zur Vorsicht bei Verdächtigungen der Mapuche-Indianer. Ein Sprecher der Ureinwohner wies den Vorwurf der Brandstiftung zurück.
Angol Huenchullan sagte am Samstag der Nachrichtenagentur dpa, die Mapuche hätten mit den Bränden in der südchilenischen Region Araucania nichts zu tun.

Der Brand ist nach Angaben des Katastrophenschutzes vom Samstag unter Kontrolle. Das Feuer hat rund 55 000 Hektar aufgeforsteten Wald sowie Grünland zerstört. Sieben Feuerwehrleute waren am Mittwoch ums Leben gekommen.

Bei einem weiteren Waldbrand im südlich gelegenen Nationalpark Torres del Paine sind nach Angaben der Behörde bisher 15 100 Hektar zerstört worden. Von den insgesamt sechs Waldbränden konnte bis Samstag nur einer nicht vollständig gelöscht werden.

Der Vorwurf der Brandstiftung rief bei den Mapuche-Indianern große Verärgerung hervor. «Wir fordern, dass Minister Hinzpeter sich entschuldigt, seine Worte werden nur die Unterdrückung des Mapuche-Volkes stärken und die Anwendung des Antiterrorismus-Gesetzes aus der Pinochet-Zeit rechtfertigen», sagte der Sprecher. Auch der zuständige Staatsanwalt Sabas Chahuán forderte Zurückhaltung. Die Brände könnten auch eine Folge von Fahrlässigkeit sein. (Quelle: Santiago de Chile (dpa/lby))


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