16.01.2012

Weise will Gold: 100 harte Hockey-Tage

Nach dem Hockey-Spaß unter dem Hallendach begann für die deutschen Hockey-Asse sofort die Vorbereitung auf den olympischen Ernstfall.
Diesen Artikel auf Twitter empfehlen

Bundestrainer Markus Weise hat mit seinen Herren die Operation Gold eingeleitet. Foto: Hendrik Schmidt (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


Nach dem Hockey-Spaß unter dem Hallendach begann für die deutschen Hockey-Asse sofort die Vorbereitung auf den olympischen Ernstfall.

Sechseinhalb Monate vor der Eröffnungsfeier in London stellte Herren-Bundestrainer Markus Weise seinen Akteuren ein hartes Vorbereitungsprogramm und eine knallharte Auslese in Aussicht.


«Bis zum ersten Spiel werden die Olympia-Kandidaten um die 100 Tage mit Hockey zubringen und gezielt auf diesen Höhepunkt vorbereitet», kündigte der Coach am Rande der von DHB-Damen wie -Herren einträchtig gewonnenen Hallen-Heim-EM in Leipzig an. Sein Ziel ist klar: Nach Olympia-Gold 2004 in Athen mit den Damen und vier Jahre später mit den Herren in Peking peilt er den Hattrick an. «Natürlich wollen wir wieder eine Medaille holen. Ob es Gold werden kann, hängt immer von vielen Faktoren ab. Aber wenn alles passt, ist es natürlich möglich.»

Trotz des begrenzten Budgets durch den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Deutschen Hockey-Bund (DHB) hat Weise gezielte Maßnahmen in Trainingslagern vorgesehen: Im Februar in Mannheim, im März in Südafrika und Anfang Mai in der Olympia-Stadt London finden die wichtigsten statt. Und Weise stehen schwere Entscheidungen bevor: Er muss seinen aus 32 Akteuren bestehenden Kader halbieren, denn er darf nur 16 Mann plus zwei Ersatzkräfte für Olympia nominieren.

Deshalb will er wie immer strikt nach dem Leitungsprinzip vorgehen. «Keiner hat einen Freifahrtschein», betonte Weise und baute schon für etwaige Härtefälle vor. «Ich bin mir fast sicher, dass es bei der Nominierung die eine oder andere Überraschung geben wird.» Doch nur so schafft es der Hamburger immer wieder, aus seinem hochkarätigen Ensemble das Top-Team zu finden und es auf den Punkt fit zu bekommen.

Die Basis stellen jene Asse, die im August in Mönchengladbach in souveräner Manier den Feld-EM-Titel geholt haben. Zu den EM-Champions hat sich bereits Rückkehrer Timo Wess gesellt. Der Abwehrchef, der die DHB-Auswahl 2008 als Kapitän zum Olympiasieg geführt hat, ist nach Abschluss seines Studiums seit zwei Monaten wieder dabei und will es in London noch mal wissen. In Moritz Fürste (Kreuzbandriss) und Christopher Zeller (langzeitverletzt) hat Weise zwei Offensivasse in der Hinterhand: «Bei beiden sieht es gut aus. Im Februar sollen sie wieder voll angreifen, ich habe sie fest auf dem Zettel.»

Eine derart große Auswahl hat Damen-Coach Michael Behrmann nicht. Der Hamburger reiste am Montag mit seinem Team nach Chile, um sich auf die Ende Januar in Rosario/Argentinien stattfindende Champions Trophy vorzubereiten. Deshalb nahm - anders als bei den Herren - kein A-Kader-Mitglied an der Hallen-EM in Leipzig teil. «Wir ordnen in diesem Jahr alles dem einen großen Ziel unter - und das sind die Olympischen Spiele», begründete Behrmann diese Maßnahme. (Quelle: Leipzig (dpa/lby))


ähnliche Meldungen

Segel-Olympiasieger Ben Ainslie war der erste von 8000 Staffelläufern. Foto: Tal Cohen
Das olympische Feuer ist auf dem Weg nach London

19.05.2012: Das olympische Feuer brennt - und es ist auf dem Weg nach London. Als Dreifach-Olympiasieger Ben Ainslie am frühen Samstagmorgen um 7.08 Uhr die Fackel an einer kleinen Laterne mit dem Feuer aus Griechenland entzündete, brandete Beifall auf.

Bei einer Zeremonie wurde das Olympische Feuer entfacht. Foto: Orestis Panagiotu
Olympisches Feuer entzündet - Gauck besucht Spiele

10.05.2012: Das olympische Feuer für die Sommerspiele in London ist bei einer traditionellen Zeremonie vor dem Hera-Tempel im griechischen Olympia entzündet worden.

Unterfränkischer Schüler bringt olympische Fackel auf den Weg

10.05.2012: Als dritter offizieller Läufer hat ein unterfränkischer Schüler am Donnerstag das olympische Feuer mit auf den Weg nach Athen gebracht.

Vor dem Olympia-Start wartet auf Britta Steffen noch eine Menge Training. Foto: Britta Pedersen
Olympia-Medaille für Steffen «wäre schön»

08.05.2012: Die Schock-Zeit der Konkurrenz befreite von der Bürde der Favoritin. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen hält knapp drei Monate vor den Spielen in London eine Wiederholung ihres Gold-Coups von Peking für unrealistisch.

Christiane Fürst (l) und Margareta Kozuch (r) versuchen den Schmetterschlag der Polin Izabela Zebrowska zu blocken. Foto: Stringer
Deutsche Volleyball-Frauen verpassen Olympia

05.05.2012: Die deutschen Volleyball-Frauen sind beim Kampf um ein Olympia-Ticket gescheitert. Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti schied beim Qualifikationsturnier in Ankara im Halbfinale durch ein 1:3 (22:25, 25:16, 14:25, 17:25) gegen Polen aus.

Dwain Chambers dürfte nach dem CAS-Urteil an den Sommerspielen in London teilnehmen. Foto: Valdrin Xhemaj
CAS: Lebenslange Olympia-Sperre für Doper unzulässig

30.04.2012: Der lebenslange Olympia-Bann von Dopingbetrügern ist nicht zulässig. Das hat der Internationale Sportgerichtshof (CAS) im Rechtsstreit zwischen dem Nationalen Olympischen Komitee Großbritanniens (BOA) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) entschieden.

Sportler präsentieren die Kollektion für die deutsche Olympia-Mannschaft. Foto: Bernd Thissen
Chic nach London - Athleten präsentieren Outfits

24.04.2012: Chic, farbenfroh, funktional und trendy: Die deutsche Olympia-Mannschaft dürfte in London auf jeden Fall einen Spitzenplatz in der Mode-Rangliste einnehmen. «Das Outfit gefällt mir sehr gut.

Kanu-Slalom: Olympiasieger Grimm muss für London-Ticket zulegen

22.04.2012: Olympiasieger Alexander Grimm muss auf dem Weg zum Ticket für die Sommerspiele in London noch zulegen.

Alexander Grimm muss um seine Olympia-
Olympiasieger Grimm muss um Qualifikation für London bangen

21.04.2012: Kanu-Slalom-Olympiasieger Alexander Grimm muss um die Qualifikation für London 2012 bangen.