31.01.2012

Zahl der Arbeitslosen in Bayern gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Januar erwartungsgemäß gestiegen - um 51 860 auf 281 651. Die Zahlen seien allein auf das Wetter zurückzuführen, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit.
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Die Arbeitsagentur verbreitet gute Nachrichten. Foto: Bernd Wüstneck/Symbol (Foto: dpa)
 
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Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Januar erwartungsgemäß gestiegen - um 51 860 auf 281 651. Die Zahlen seien allein auf das Wetter zurückzuführen, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Januar 2011 sank die Zahl der Arbeitslosen um 39 959.
Wie Behördenchef Ralf Holtzwart sagte, registrierte die Regionaldirektion den niedrigsten Arbeitslosenstand in einem Januar seit 20 Jahren. «Die Arbeitslosenquote bleibt mit 4,2 Prozent weiter auf Rekordniveau.» Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 4,8 Prozent gelegen.

Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ist überzeugt davon, dass das Hoch am bayerischen Arbeitsmarkt auch in diesem Jahr stabil ist: «Wir werden 2012 in noch mehr Landesteilen faktisch Vollbeschäftigung erreichen», sagte er. Er betonte aber auch: «Die gute Arbeitsmarktlage kann und darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer wieder einzelne Unternehmen in Schwierigkeiten geraten und Stellen abbauen müssen. So schwierig dies für die Beschäftigten im Einzelfall ist, so sehr hilft ihnen doch der starke Arbeitsmarkt, wieder eine neue Beschäftigung zu finden.»

Von der «hervorragenden Arbeitsmarktsituation» könnten nun besonders auch Menschen profitieren, die schon länger arbeitslos waren, sagte Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU).

Die SPD im Landtag mahnte an, ein stärkeres Augenmerk auf sogenannte atypische Beschäftigungsverhältnisse zu haben. Teilzeit- und Leiharbeitsverhältnisse sowie Minijobs und befristete Beschäftigung nehmen nach Einschätzung der Arbeitsmarktexpertin Angelika Weikert zu. Hier müsse gegengesteuert werden, etwa mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, familienfreundlichen Arbeitszeiten und einem Ausbau der Kinderbetreuung.

Warnende Worte kamen aus der Wirtschaft. «Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer fragilen Phase», sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Bertram Brossardt. «Wir dürfen jetzt nicht die falschen Signale setzen. Die Unsicherheiten durch die Abkühlung der Konjunktur sowie durch die Lage auf den Finanzmärkten sind nicht absehbar. Der Arbeitsmarkt wird dann nachhaltig robust bleiben, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen erhalten.» Starke Lohnsteigerungen seien deshalb in dieser Phase genau das Falsche. (Quelle: Nürnberg (dpa/lby))


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Ort des Geschehens: Nürnberg

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