21.02.2012

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit - Auf was verzichten die Deutschen und was sind typische Fastenmythen?

In der Fastenzeit nehmen sich viele vor auf etwas Bestimmtes zu verzichten.
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Wasser statt Alkohol: Ganz oben auf der Verzichts-Liste während der Fastenzeit steht der Alkohol. Foto: Patrick Seeger  (Foto: dpa)
 
(Foto: dpa)


In der Fastenzeit nehmen sich viele vor auf etwas Bestimmtes zu verzichten. Mit am gängigsten ist der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel. Ganz Entschlossene betreiben sogar Heilfasten. Die beliebtesten Fastenvariaten der Deutschen und die größten Mythen rund ums Heilfasten.

Schluss, Aus, ein letztes Helau und das war's für dieses Jahr. Die närrische Zeit ist am Aschermittwoch offiziell vorbei. Schee wars! Wir haben nochmal geschlemmt (Krapfen in rauen Mengen) und getrunken (auch in einem Maß dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nicht unbedingt befürworten würde). Doch jetzt ist Schluss mit lustig. Am 22. Februar beginnt die Fastenzeit. Und egal ob gläubig oder nicht: Viele Deutsche haben sich vorgenommen auf etwas zu verzichten...

Die beliebtesten Fastenvarianten

Ganz oben auf der Verzichts-Liste steht der Alkohol (67 Prozent). Auch Süßigkeiten (60 Prozent) und Fleisch (41 Prozent) könnten laut Forsa-Umfrage viele entbehren. Die bekannteste Fastenvariante ist aber wohl der Verzicht auf feste Nahrung... Und rund ums Thema Heilfasten gibt es einige hartnäckige Mythen. Welche das sind und was wirklich dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Fasten-Mythen: Was stimmt, was ist falsch?

Beim Fasten nimmt man ab. Das stimmt nur teilweise. Beim Heilfasten zum Beispiel werden nur Wasser und Kräutertees zu sich genommen. Sonst nichts. Wenn man das durchzieht, verliert man pro Tag etwa 400 Gramm ABER es fehlen auch wichtige Nähr- und Mineralstoffe und der Körper verliert vor allem Wasser. Heißt: Die verlorenen Pfunde sind auch ganz schnell wieder drauf.
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Bayern sind spitze im Fasten

Vor allem in Bayern wird gefastet. Hier verzichten 56% der Befragten auf Genussmittel oder Konsumgüter. Damit sind wir der Spitzenreiter (zum Vergleich: in den ostdeutschen Bundesländern sind 42% dabei). Beim Fasten gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: So finden Frauen (56 Prozent) einen bewussten Verzicht wohl sinnvoller als Männer (49 Prozent)...

Ursprung

Gefastet wird übrigens 40 Tage lang - bis Ostern. Im christlichen Sinn gedenkt man so Jesus Christus, der 40 Tage in der Wüste verbrachte. Karsamstag ist der letzte Fastentag und danach kann man (wenn man denn will) wieder "normal" weitermachen. 

Und worauf können Sie am ehesten verzichten?



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Mixa: Fasten geistliches Mittel gegen Egoismus

23.02.2009: Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat die Menschen zu Beginn der 40-tägigen Fastenzeit zum Verzicht aufgerufen. «Fasten ist ein geistliches Mittel gegen eine egoistische Lebenshaltung», sagte Mixa nach Bistumsangaben vom Montag.