Weil das Kopieren von Noten zu teuer ist
GEMA vergällt Kindergartenkindern das Singen
Das Kopieren von Noten oder Textzeilen können sich viele Kindergärten nicht leisten.

(Foto: dpa)
"Wo man singt, da lass dich nieder. Böse Menschen haben keine Lieder." Dies ist eine alte Volksweisheit, die ausdrücken soll, dass Musik Ausdruck von Gemeinschaft und Lebensfreude ist. Eine Freude, die vielen Kindern in den Kindergärten deutschlandweit genommen wird. Denn Singen kann richtig teuer werden...
Eigentlich ist die GEMA eine nützliche Einrichtung. Sie sorgt dafür, dass Künstler und Interpreten dafür bezahlt werden, wenn ihr Lied im Radio oder auf Veranstaltungen gespielt wird. Wenn eine Band bekannte Hits spielt, muss sie ebenfalls Gebühren zahlen. So weit, so klar. Aber dass auch Kindergärten blechen müssen, wissen die wenigsten.
In vielen Einrichtungen kopieren die Erzieherinnen den Kindern und ihren Eltern Noten oder Texte damit jeder aus voller Kehle mitträllern kann. Das klingt zwar meistens ziemlich schief, ist aber trotzdem schön. Doch genau dass kann richtig ins Geld gehen. Denn für jedes kopierte Textblatt hält die GEMA die Hand auf. Und dass können sich viele Kindergärten schlicht nicht leisten.
Das kosten die kopierten Noten
Bis 500 Kopien: 56 Euro.
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Die Folge: Viele Kindergärten verzichten auf Kopien um die Gebühren zu umgehen. Andere zahlen, weil sie weiterhin den Kindern einen guten pädagogischen Standard bieten möchten. Das Geld, das für Kopien ausgegeben wird, fehlt dann einfach. Das macht die Kinder traurig und die Eltern wütend.
In Schulen gibt es eine jährliche Abschlagszahlung für die GEMA durch das Kultusministerium. Die Kindergärten bekommen bisher nichts. Damit das nicht so bleibt, versuchen wir nun eine Lösung zu finden...
GEMA sorgt dafür dass das Singen in Kindergärten teuer wird
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