24.01.2012

Schnupfenzeit und Grippewelle

Vitamine, Hausmittel, Antibiotika - Die fünf größten Erkältungsmythen

Erkältungen lassen sich mit Hausmitteln, Vitamin C oder Antibiotika bekämpfen? Wie klären die fünf größten Erkältungsmythen.
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Schneemann Erkältung Grippewelle Winter
 


Ende Januar und Anfang Februar ist leider traditionell Erkältungszeit. Auch die Grippewelle soll dann durch Bayern rollen. Doch rund um Schnupfen und Fieber gibt es jede Menge Mythen. Hilft Vitamin C wirklich? Wie lange bin ich ansteckend wenn ich eine Triefnase habe? Diese Fragen klären wir hier.

Hindernislauf

Wer derzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Schule oder Arbeit fährt, hat es nicht leicht. Denn da hustet, schnupft und röchelt es aus allen Richtungen. Ziemlich unangenehm, wenn jemand gerade erst in seine Hand genist hat und danach den Türöffner drückt. Im Büro oder Klassenzimmer dann das Gleiche. Überall lauern Krankheitserreger. Kein Wunder also dass man sich leicht eine Erkältung einfängt.

Geschwächte Abwehrkräfte

Dabei hat es unser Immunsystem bei diesem Wetter eh grad schwer. Kalte und nasse Luft draußen, trockene Heizungsluft drinnen. Das greift die Schleimhäute an und macht sie direkt wieder anfällig für irgendwelche Viren... Wie ungerecht! Und wenn es einen dann trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch erwischt hat? Rund um Erkältungen gibt es viele Mythen. Wie haben uns die fünf hartnäckigsten ausgesucht und klären hier was von ihnen zu halten ist.

Die fünf größten Erkältungmythen - Und was wirklich dahinter steckt

Mythos 1: Eine Erkältung ist nur am Anfang ansteckend!

Schon einige Tage bevor sich die Erkältung bemerkbar macht, haben sich Krankheitserreger eingenistet. Auch am Ende, wenn die Symptome gänzlich abgeflaut sind, können wir unserem Umfeld noch einen Schnupfen bescheren. Am größten ist die Ansteckungsgefahr jedoch in den ersten Tagen nach Ausbruch der Erkältung.
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Schnupfen-Knigge

Übrigens: Wenn Sie ein höflicher Mensch sind (wovon wir zweifelsfrei ausgehen) dann achten Sie darauf, Ihre Mitmenschen nicht auch noch anzustecken. Manche Verhaltensaspekte gehören bei einer Erkrankung auch einfach zum guten Ton. Beispiele gefällig? Hier einige Auszüge aus der "Schnupfen-Knigge"

Nasensprays: Sind eine echte Erleichterung denn sie lassen die Schleimhäute abschwellen und lassen uns besser atmen. Allerdings soll man sie nicht länger als eine Woche (!) als eine Woche benutzen. Auf Dauer trocknen sie nämlich aus und im schlimmsten Fall brauchen wir sie dann ständig.

Taschentuch-Messis: Punkt 1: Verwenden Sie auf keinen Fall Stofftaschentücher. Die nehmen Sie dann mehrmals täglich und spielen mit den Keimen Ping-Pong. Besser sind Papiertaschentücher und so kommen wir auch zu Punkt 2: Lassen Sie die angeschnaubten Dinger nicht in Ihrer Nähe liegen sondern werfen Sie sie gleich in den Müll. Auch wenn da theoretisch noch Platz für einen weiteren Schnauber wäre. Geiz ist bei Papiertschentüchern absolut fehl am Platz

Nieser unterdrücken: Ist Ihren Mitmenschen gegenüber vielleicht ganz nett aber für Sie selbst kann das richtig gefährlich werden. Die Nebenhöhlen verstopfen und Entzündungen können entstehen. Abgesehen davon siehts auch blöd aus.

Niesen: Wenn gerade kein Taschentuch in der Nähe ist, Sie aber dringend niesen müssen, dann tun Sie dies bitte in die Armbeuge und NICHT in die Hand. Mit der fassen Sie nämlich alles mögliche an (Türklinken, Computermaus, andere Hände) und übertragen so die Keime.

Hand drauf: Es hat nicht mit Unhöflichkeit zu tun jemanden nicht per Handschlag zu begrüßen wenn Sie erkältet sind. Entschuldigen Sie sich freundlich und verzichten Sie aufs Händeschütteln.

Was hilft nun wirklich bei Erkältung?

Eine Erkältung kann man nicht ursächlich behandeln, es lassen sich lediglich die Symptome mit (pflanzlichen) Medikamenten oder Tricks aus "Großmutters Schürzentasche" mildern. Um niemanden anzustecken, sollte man bei einer schweren Erkältung lieber zu Hause bleiben.

Oft beginnt eine Erkältung mit Halsschmerzen. Zur lokalen Schmerzlinderung können Lutschtabletten eingesetzt werden. Vielen hilft auch schon Salbeitee oder ein warmer Schal. Trockener Reizhusten lässt sich sehr gut mit Hustenstillern (Bsp. Dextromethorphan) unterdrücken, um beispielsweise einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Bei verschleimtem Husten hingegen erleichtern Schleimlöser das Abhusten. Hier werden sowohl pflanzliche Präparate als auch Arzneistoffe wie Ambroxol oder Acetylcystein eingesetzt. Viel trinken unterstützt den Schleimlöseprozess.

Bei Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen schaffen schmerzlindernde Arzneistoffe wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Paracetamol Abhilfe. Ist die Nase verstopft, lindern Schnupfensprays (Bsp. Xylometazolin) oder Nasenspülungen die Beschwerden. Sie bewirken, dass die Schleimhaut abschwillt und das Atmen erleichtert wird.


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