Spam? Nein Danke!

Hände auf Computertastatur: Die Hacker haben Verschmutzungsrechte gestohlen und sie weiterverkauft. Es ist die Schattenseite des Internets für alle User – und mittlerweile ein volkswirtschaftliches Problem: Spam, also unerwünschte Werbe-E-Mails, die jeden Tag in die Mailboxen der User flattern. Die wichtigsten Infos über Spamming und wie Sie sich davor schützen können – auf den Punkt.


1. Woher haben die Spammer meine E-Mailadresse?
Es gibt professionelle Adressenhändler, die E-Mailadressen aus diversen Quellen sammeln und untereinander austauschen. Wenn man also bei Gewinnspielen, Grußkartenaktionen, bei der Registrierung von Shareware oder auf irgendwelchen Spaßseiten aufgefordert wird, seine E-Mailadresse einzutragen, sollte man sich genau ansehen, wo man das tut: Kenne ich das Unternehmen, dem ich meine E-Mailadresse anvertraue? Wen nein, sollte man die Mailadresse nicht eintragen – oder sich für diese Zwecke einen zweiten kostenlosen E-Mailaccount besorgen, zum Beispiel bei gmx oder bei web.de.

2. Wie gehe ich mit der unerwünschten Mail um?
Am besten gleich löschen: Meistens kann man schon an der Betreffzeile erkennen, dass es sich um Spam handelt. Insbesondere bei unbekannten Absendern sollte man auf keinen Fall antworten, also zurückschreiben, dass man solche Mails nicht mehr bekommen möchte: Dies ist für professionelle Adressenhändler nur ein Zeichen dafür, dass diese Mailadresse aktiv genutzt wird – für Spammer wird sie so noch interessanter.
Anders sieht es aus, wenn man von einem deutschen Unternehmen beispielsweise selbst einen Newsletter bestellt hat: Seriöse Anbieter werden und müssen es ermöglichen, diesen Newsletter natürlich auch wieder abzubestellen.
Fünf Grundregeln, mit denen Sie den Schaden durch Spam eindämmen können:

  • Nie antworten, zum Beispiel um sich zu beschweren.
  • Seien sie misstrauisch, vor allem, wenn sie Post von der Bank bekommen. Dies sind fast ausschließlich Fälschungen.
  • Nie auf Links oder Bilder klicken. Geben Sie Internetadressen besser von Hand im Browser ein. So umgehen sie gefälschte Websites.
  • Nie das kaufen, was in einer Spam-Nachricht angeboten wird.
  • Den Spam-Filter im E-Mailprogramm aktivieren und auf die höchste Stufe stellen.

3. Gibt es wirksame Schutz-Programme gegen Spam?
Einen 100-prozentigen Schutz für Privatanwender gibt es bislang leider nicht. Aber: Die großen Online-Provider wie T-Online oder AOL zum Beispiel bieten inzwischen Mailfilter an, die vom User selbst gepflegt werden können: Hier trägt man die Absenderadresse von einem Spammer ein und legt im Filter fest, dass man von diesem Absender künftig keine Mails mehr empfangen möchte. Das ist etwas mühsam, funktioniert aber bei regelmäßiger Pflege ganz gut.

4. Kostenlosen Schutz bieten folgende Spamfilter
  • Spamihilator
    Anti-Spam-Filter (Freeware)
  • Spamfighter
    Anti-Spam-Filter für Outlook (Express)
  • PopFile
    Programm zum Klassifizieren von E-Mails (Freeware)

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