Nachdem das letzte Konzert restlos überfüllt war, diesmal an zwei Tagen!!!
Louisiana Red ist einer der letzten, noch lebenden großen, alten Männer des Blues. Nachdem es um den 78-jährigen in letzter Zeit etwas ruhiger geworden war, sorgte Louisiana Red 2010 mit seinem neuen Album ?Back To The Black Bayou? für das Comeback des Jahres. Das von der Kritik und den Fans umjubelte Album gehört mit zum besten was der Bluesmusiker mit der bewegten Geschichte jemals aufgenommen hat. Meisterlich wird er begleitet von Andrea Tognoli am Bass, Martin Czemmel (Guitar), Dirty Didi (Harp) und Colin Jamieson (Drums). Die vier sind Dynamite Daze, eine Band, die auch solo jede Bühne der Welt mühelos unter Starkstrom setzen kann, an Heftigkeit, Druck und Vehemenz wohl schwer zu überbieten. Jedoch sind sie bei Ihren Konzerten mit Louisiana Red? in respektvoller Zurückhaltung ? auch in der Lage, gerade die leisen und sensiblen Töne des Altmeisters zu begleiten, ihn dabei empfindsam zu unterstützen und der Musik des Louisiana Red so den akustischen Boden zu bereiten, auf dem die schönsten Songs gedeihen können!
Louisiana Red wurde mit dem Namen Iverson Minter geboren. Seine Mutter starb eine Woche nach seiner Geburt an einer Lungenentzündung. Als er fünf Jahre alt war, wurde sein Vater vom Ku Klux Klan ermordet. Drei Jahre lebte er in Waisenhäusern, dann bei seiner Großmutter in Pennsylvania. Als er Muddy Waters kennen lernte, wollte er nur noch Bluesmusiker werden. Weitere Stationen seines Lebens waren eine Verurteilung zu Zwangsarbeit wegen Einbruchs und seine Teilnahme am Koreakrieg. Es folgte schließlich die Entlassung aus der United States Army. Die Erfahrungen von Armut, Rassismus, Unterdrückung, Gewalt und Krieg haben Iverson Minter zu einem politisch engagierten Musiker werden lassen. In den 70er Jahren trat Louisiana Red oftmals auf dem ?Festival der Jugend? auf und begeisterte das Publikum in der großen Westfalenhalle. Aber nicht wegen seines politischen Engagements, sondern die Vorliebe für eine rote Chilisauce dieses Namens zurück, brachte Iverson Minter den Namen Louisiana Red ein. Außerdem hat Red neben afrikanischem auch indianisches Blut in seinen Adern. Die ersten Aufnahmen von Louisiana Red stammen aus den 40er Jahren. Nachdem er zwei Jahre lang in der Band von John Lee Hooker spielte, machte sich dann aber wieder selbstständig. In Europa wurde Louisiana Red durch einen Auftritt beim Jazz-Festival Montreux 1975 (zusammen mit Albert King und Rory Gallagher) und einer Aufzeichnung des WDR Rockpalast 1976, sowie durch seine Teilnahme beim American Folk Blues Festival (1980/81 & 83) einem größeren Publikum bekannt. 1983 erhielt Red den Handy Award der Blues Foundation als bester traditioneller Bluesmusiker und wurde von der Stadt Woodstock zum Ehrenbürger erklärt. Man sollte sich die Gelegenheit, diesen außergewöhnlichen Bluesmusiker noch einmal Live erleben zu dürfen, nicht entgehen lassen.
www.louisiana-red.com und www.dynamitedaze.com
Anfahrtsadresse:
Kofferfabrik
Lange Str. 81
90762 Fürth