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Fr.
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Monteverdichor Würzburg / Hofer Symphoniker

27.07.2012 20:00 Uhr
bis 28.07.2012 22:00 Uhr
Neubaukirche Würzburg
Monteverdichor Würzburg / Hofer Symphoniker - Neubaukirche Würzburg

Das Polnische Requiem ist ein sehr persönliches Werk Pendereckis: einerseits ist es Erinnerung an Freunde und Vorbilder, andererseits drückt es die musikalische Überzeugung von Pendereckis religiösem Glauben aus, der in den Jahren der Jaruzelski-Diktatur beträchtlichen Mut verlangte. Die Besetzung des monumentalen Oratoriums ist mit vier Solisten, großem Chor und großem Orchester mit vier- bis sechsfacher Bläserbesetzung enorm. In der Nacht nach dem Tod des Primas von Polen, Kardinal Stefan Wyszynski, am 28. Mai 1981 schrieb Penderecki ein Agnus Dei für den Geistlichen, der oft als Vermittler zwischen Staat und Bürgern agierte und sich für Frieden und Versöhnung zwischen Polen und Deutschland einsetzte. Nachdem dieses Stück zur Trauerfeier von Wyszynski uraufgeführt worden war, entschied sich Penderecki, es zusammen mit dem Lacrimosa - das bereits 1970 im Andenken an den niedergeschlagenen Aufstand der Danziger Werftarbeiter für seinen Freund Lech Walesa und die Bewegung Solidarnosc komponiert wurde - als Ausgangspunkt für eine großformatige Trauermesse zu verwenden. 1982 entstand das Recordare, Jesu pie anlässlich der Heiligsprechung Maximilian Kolbes. 1984 folgte das Dies irae für die Gedenkfeiern zum 40. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto. 1993 erweiterte Penderecki das Werk noch um das ?Sanctus und dirigierte es im selben Jahre erstmals in Stockholm. Der jüngste Teil ist die Ciaconna von 2005, ein reiner Streichorchestersatz, den Penderecki im Gedenken an den polnischen Papst Johannes Paul II. komponierte. Das Großwerk erklingt zusammen mit den Hofer Symphonikern unter Leitung von Matthias Beckert und hochkarätigen Solisten erstmalig in Würzburg.

Ort der Veranstaltung:
Neubaukirche Würzburg
97070 Würzburg