17.03.2017 | Liebe Kribbeln, Gänsehaut, Glücksgefühle: Das hat es mit Frühlingsgefühlen auf sich

Im Frühling spielt unser Körper quasi verrückt: Bauchkribbeln, Gänsehaut, Glücksgefühle – das volle Programm auf einmal. Wir erklären Ihnen, was in Ihrem Körper bei all diesen Gefühlen passiert.

Wunderschön: Frühlingsgefühle im ganzen Körper

Sind Sie auch schon gierig nach dem ersten Eisbecher, Grillabend oder dem Anblick von Blumenwiesen? Mit diesem Verlangen sind Sie garantiert nicht alleine, aber haben Sie sich jemals gefragt, warum Sie es gerade jetzt nicht mehr erwarten können?

Im Frühling spielt unser Körper quasi verrückt: Bauchkribbeln, Gänsehaut, Glücksgefühle – das volle Programm auf einmal. Wir erklären Ihnen, was in Ihrem Körper bei all diesen Gefühlen passiert.

Hormone spielen verrückt

Die gute Laune und das aktiv sein hängt vor allem mit Hormonen zusammen. Das Hormon Melatonin fördert beispielsweise den Schlaf und wird nur nachts produziert. Im Winter haben wir deshalb mehr als genug davon. Im Frühling geht der Melatonin-Spiegel wieder zurück und wir erwachen sozusagen aus unserem „Winterschlaf“. Hinzu kommt, dass das Glückshormon Serotonin in Mengen ausgeschüttet wird, weil die Tage länger hell sind.

Wenn wir erstmal in einem Gute-Laune-Hoch sind, kann es schnell passieren, dass wir emotional werden oder uns sogar verlieben. Bei Berührungen mit dem Schatz oder dem potenziellen Partner ist dann Gänsehaut und Kribbeln im Bauch vorprogrammiert.

Deshalb bekommen wir Gänsehaut:

Dafür sind ausnahmsweise mal keine Hormone verantwortlich. Der natürliche Reflex ist uns angeboren und hängt mit den Ur-Instinkten zusammen. Wo wir heute kleine Härchen haben, war früher ein dickes Fell. Unsere Vorfahren nutzen es, um Feinde abzuschrecken oder anderen zu imponieren. Der aufgerichtete Haarpelz sollte drohend oder auffallend wirken.

Ur-Instinkte, die wir heute noch haben

Heute fällt unsere Behaarung glücklicherweise nicht mehr so extrem aus. Die winzigen Haarbälge mit den dazugehörigen Muskeln, sind uns aber geblieben. Jedes Haar ist tief in der Haut verankert. Wenn wir gerührt sind, ziehen sich die Muskeln zusammen und auf der Hautoberfläche bilden sich winzige Höcker. Das Gleiche passiert bei Angst oder wenn wir frieren.

Übrigens: Der Begriff Gänsehaut kommt wirklich von der Gans, weil diese Tiere immer eine höckerige Haut haben.

Was verursacht das Kribbeln im Bauch?

Dafür ist das Hormon Adrenalin zuständig. Es versetzt uns in einen Ausnahmezustand: Wir sind angespannt und Magen und Darm drehen förmlich durch. Manchmal haben wir aber nicht nur eine Achterbahn-Fahrt der Gefühle, sondern wortwörtlich eine Achterbahn-Fahrt im Freizeitpark – dann hat das Kribbeln im Bauch neben dem Adrenalin eine zweite Ursache.

Jeder von uns hat winzige Rezeptoren, also Zellen, im Körper. Einige von ihnen steuern unseren Gleichgewichtssinn. Dabei messen sie, in welche Richtung wir uns bewegen, ob wir uns drehen oder springen. Machen wir nun eine ungewohnte, heftige Drehung – beispielsweise in der Achterbahn – geraten diese Rezeptoren durcheinander und verursachen das Kribbeln im Bauch.

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