08.02.2016 | Lifestyle Fastenzeit ab Aschermittwoch - So fällt das Verzichten leichter

Schluss, Aus, ein letztes Helau und das war's für dieses Jahr. Die närrische Zeit ist am Aschermittwoch offiziell vorbei. Am 10. Februar beginnt die Fastenzeit.

Fastenzeit ab Aschermittwoch - Typische Fastenmythen und darauf verzichten die Deutschen

Schee wars! Wir haben nochmal geschlemmt (Krapfen in rauen Mengen) und getrunken (auch in einem Maß, das die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nicht unbedingt befürworten würde). Doch jetzt ist Schluss mit lustig. Am 10. Februar beginnt die Fastenzeit. Und egal ob gläubig oder nicht: Viele Bayern haben sich vorgenommen, auf etwas zu verzichten...

Die beliebtesten Fastenvarianten

Ganz oben auf der Verzichts-Liste steht der Alkohol (67 Prozent). Auch Süßigkeiten (60 Prozent) und Fleisch (41 Prozent) könnten laut Forsa-Umfrage viele entbehren. Die bekannteste Fastenvariante ist aber wohl der Verzicht auf feste Nahrung... Und rund ums Thema Heilfasten gibt es einige hartnäckige Mythen. Welche das sind und was wirklich dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Die häufigsten Fasten-Mythen und was wirklich dran ist

  • Beim Fasten nimmt man ab.

    Das stimmt nur teilweise. Beim Heilfasten zum Beispiel werden nur Wasser und Kräutertees zu sich genommen. Sonst nichts. Wenn man das durchzieht, verliert man pro Tag etwa 400 Gramm ABER es fehlen auch wichtige Nähr- und Mineralstoffe und der Körper verliert vor allem Wasser. Heißt: Die verlorenen Pfunde sind auch ganz schnell wieder drauf.

  • Beim Fasten werden Schlacke aus dem Körper geschwemmt:

    Nein. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung gibt es so etwas wie Schlacken überhaupt nicht im Körper. Nicht verwertbare Stoffe scheidet der Körper (bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr) über den Darm und die Nieren aus.

  • Fasten hilft bei Rheuma:

    Tatsächlich sollen Rheumaschmerzen während des Fastens gelindert werden. Es gibt einzelne Studien, die diesen Effekt bei Rheumapatienten nachweisen. Ernährt man sich dann aber wieder normal, soll kein Effekt mehr nachweisbar sein. Zur Heilung ist es daher wohl eher nicht geeignet.

  • Je länger man fastet, desto besser:

    Bloß nicht! Wer über Wochen auf feste Nahrung verzichtet, läuft Gefahr, dass sich der Herzmuskel verändert. Bevor man seine Fastenkur startet, sollte man sich immer Rat bei einem Arzt holen, ob das für einen selbst unbedenklich ist und dabei auch gleich nachfragen, welchen Zeitraum er empfehlen würde.

  • Fastende sind müde, schlapp und übellaunig:

    Ja, diese Symptome können auftauchen, vor allem in den ersten Tagen. Das liegt daran, dass der Körper seinen Stoffwechsel herunterfährt und damit anfängt, Eiweiß- und Fettreserven aufzubrauchen. das kann tatsächlich zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche führen. Aber all diese Symptome treten nicht zwangsläufig auf.

  • Beim Fasten geht es mehr um den Geist als den Körper:

    Stimmt. Die verlorenen Pfunde sind allerhöchstens ein Nebeneffekt. Es geht viel mehr darum seelischen Ballast loszuwerden oder schlechte Angewohnheiten abzulegen. Daher kann man auch die unterschiedlichsten Dinge "fasten"! Zum Beispiel auf den Computer verzichten, das Rauchen aufgeben u.s.w.

Dieses Teil hilft beim Durchhalten Ihrer Fastenvorsätze

Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Es ist gar nicht so leicht seine Fastenvorsätze auch durchzuhalten. Doch mit diesem Safe soll das künftig leichter sein. Egal ob Sie die Tafel Schokolade, das Handy, die Zigaretten oder was auch immer meiden wollen, werfen Sie es in die Box, stellen Sie das Zeitschloss ein und dann kommen Sie bis zu Ihrem selbst gewählten Zeitpunkt nicht mehr an das Teufelszeug. Der Küchensafe lässt sich auf Zeiten zwischen einer Minute und zehn Tage einstellen.

Hier bekommen Sie den Küchensafe mit Zeitschloss

Bayern sind spitze im Fasten
Vor allem in Bayern wird gefastet. Hier verzichten 56% der Befragten auf Genussmittel oder Konsumgüter. Damit sind wir der Spitzenreiter (zum Vergleich: in den ostdeutschen Bundesländern sind 42% dabei). Beim Fasten gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: So finden Frauen (56 Prozent) einen bewussten Verzicht wohl sinnvoller als Männer (49 Prozent)...

Ursprung
Gefastet wird übrigens 40 Tage lang - bis Ostern. Im christlichen Sinn gedenkt man so Jesus Christus, der 40 Tage in der Wüste verbrachte. Karsamstag ist der letzte Fastentag und danach kann man (wenn man denn will) wieder "normal" weitermachen.

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