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Fünf Monate nach seinem Tod steht der «King of Pop» hoch im Kurs: Der Handschuh, den Michael Jackson 1983 bei seinem berühmten «Moonwalk»-Auftritt trug, ist für 350 000 Dollar versteigert worden.
Die Veranstalter der Auktion im New Yorker Hard Rock Cafe am Samstag hatten den Schätzwert vorab bei 40 000 bis 60 000 Dollar angesetzt. Bei der Auktion strahlte der Käufer des Glitzer-Handschuhs.
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Jackson bei der Vorbereitung für sein 50 Konzerte in London.
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«Das war ein Schnäppchen, wir hatten uns auf mehr eingestellt», sagte der chinesische Geschäftsmann Hoffman Ma der Zeitung «New York Daily News». Zuzüglich Steuern und Gebühren muss er 420 000 Dollar zahlen. Er wollte das Sammlerstück in einem Hotel in Macau nahe Hongkong zur Schau stellen, sagte der Jackson-Fan. Nach US-Medienberichten überschlugen sich die Gebote und stiegen schnell auf über 200 000 Dollar hoch.
Bei der Auktion kamen Gegenstände von mehr als 68 Musikern und Entertainern unter den Hammer. «Michael Jackson war eindeutig der Star der Show», sagte Martin Nolan vom Auktionshaus Julien's in einer Mitteilung. Für Jacksons handgeschriebenen Text von dem Song «Beat It» zahlte ein Fan 60 000 Dollar, für einen Hut von seiner Victory- Tour über 27 000 Dollar. Eine von Jackson während der Bad-Tour getragene Jacke brachte 270 000 Dollar ein, mehr als das zwanzigfache des Schätzwertes.
Den berühmten Glitzer-Handschuh - das Schmuckstück der Auktion - trug Jackson ausnahmsweise an seiner linken Hand, als er im Rahmen einer Motown-Gala 1983 auf die Bühne trat. Zu dem Song «Billie Jean» präsentierte er damals seinen legendären «Moonwalk»-Tanzschritt. Nach dem Auftritt gab er Walter «Clyde» Orange, einem Gründungsmitglied der Band Commodores, den Handschuh als Geschenk. Orange hatte den Sänger eigentlich um ein Autogramm gebeten.
Inzwischen wurde bekannt, dass die Ermittlungen gegen Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray bis ins nächste Jahr dauern werden. Er hatte zu Protokoll gegeben, dem Popstar auf Verlangen das Narkosemittel Propofol gegen die Schlafstörungen gegeben zu haben. Nach dem Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung war Jackson an «akuter Vergiftung» mit Propofol gestorben.
«Die Entscheidung wird nicht mehr in diesem Jahr getroffen», sagte Polizeichef Patrick Gannon der US-Zeitschrift «People» über eine mögliche Verhaftung und Anklage des Arztes Dr. Conrad Murray. «Wir nehmen uns damit viel Zeit, um sicher zu stellen, dass alles korrekt abläuft», fügte Gannon hinzu. Der Sänger litt an schweren Schlafstörungen und hatte in der Nacht vor seinem Tod trotz der vielen Beruhigungspillen keine Ruhe finden können. Murray hatte Jackson das Medikament Propofol verabreicht, das normalerweise nur in Krankenhäusern gespritzt wird.
Ob ein Vorsatz für das Tötungsdelikt vorlag oder Jacksons Tod im Alter von nur 50 Jahren durch Nachlässigkeit verursacht wurde, muss die Justiz klären. Sängerin Janet Jackson gab Murray kürzlich die Schuld am Tod ihres Bruders. Murrays Aussage zufolge war er nicht der erste Mediziner, von dem Jackson Propofol erhielt. Andere Ärzte, darunter auch Kollegen in Deutschland, hätten ihm ebenfalls das Narkosemittel gespritzt. Murray war seit Mai für monatlich 150 000 Dollar bei Jackson angestellt und sollte ihn auch zu seinen geplanten Konzerten in London begleiten. (Quelle: New York/Los Angeles (dpa/lby))
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