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Audi will nach einem durchwachsenen Jahr 2009 wieder auf die Überholspur wechseln. Der Autohersteller rechnet damit, in den kommenden Monaten an den Rekordabsatz des Jahres 2008 anzuknüpfen und wieder mehr als eine Million Autos zu verkaufen.
Im vergangenen Jahr drückte die schwere Branchenkrise dem Unternehmen allerdings deutliche Dellen in die Bilanz, Umsatz und Gewinn brachen ein.
Vorstandschef Rupert Stadler warnte davor, die weltweite Wirtschaftskrise für überwunden zu halten.
«Es zeichnet sich ab, dass sie uns deutlich länger beschäftigen wird, als gemeinhin angenommen», sagte Stadler in Ingolstadt. In Westeuropa und vor allem in Deutschland rechnet Audi nur mit einer langsamen wirtschaftlichen Erholung. Wachstumstreiber blieben für Audi vor allem die Märkte in Asien, allen voran in China. Insgesamt sei das Unternehmen 2009 aber besser durch die Krise gekommen, als seine Wettbewerber.
2009 war der Umsatz des Autobauers um 12,7 Prozent auf rund 29,8 Milliarden Euro geschrumpft. Der Gewinn nach Steuern brach erstmals seit 2005 ein, und zwar um 38,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro ein. Der Absatz war 2009 vor allem Dank guter Geschäfte in China weniger stark als befürchtet um 5,4 Prozent auf rund 950 000 verkaufte Autos gesunken. Zu Beginn 2009 hatten die Ingolstädter mit einem Minus von zehn Prozent gerechnet. Audi beschäftigt weltweit rund 58 000 Menschen.
Stadler bekräftigte das Ziel, in den kommenden Jahren an BMW und Daimler vorbeizuziehen. «Wir wollen weltweit Premium-Anbieter Nummer eins werden und wir haben das Potenzial, diese Spitzenposition zu erreichen.» Für 2010 rechnet Audi mit einem besseren Umsatz und operativen Ergebnis als im vergangenen Jahr. Vor allem in Asien hoffen die Ingolstädter auf deutliches Wachstum.
Bis 2012 will die VW-Tochter rund 5,5 Milliarden Euro in neue Produkte und eine Steigerung der Effizienz investieren. 2010 sollen zwölf Modelle an den Start gehen. Ein Hoffnungsträger ist der kürzlich vorgestellte neue Kleinwagen A1. Von dem Wagen, der vor allem dem Mini aus dem BMW-Konzern Marktanteile abjagen soll, will Audi zwischen 80 000 und 100 000 Stück pro Jahr verkaufen.
Im Februar verkaufte Audi weltweit deutlich mehr Autos als im krisenbedingt schwachen Vorjahresmonat. Der Absatz wuchs um 19,9 Prozent auf 75 900 Fahrzeuge. Einzig auf dem deutschen Markt gingen die Verkäufe um 3,3 Prozent auf 15 647 Autos zurück. Konkurrent Daimler steigerte den Absatz seiner Kernmarke Mercedes-Benz im Februar um 13,4 Prozent auf 72 100 Autos. Insgesamt setzten die Stuttgarter weltweit 78 700 Fahrzeugen der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach ab - 8,9 Prozent mehr ab als ein Jahr zuvor. (Quelle: Ingolstadt (dpa/lby))
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