09.02.2016 | Bayernreporter Eckental: Reihenhäuser für Flüchtlinge

​Reihenhäuser kennt man, doch die Reihenhäuser in Eckental sind etwas Besonderes: Bauherr Markus Gildner hat sie für Flüchtlinge gebaut. Das ist neu, denn bisher wurden vor allem bestehende Gebäude genutzt oder umfunktioniert, um Asylbewerber unterzubringen. Gildner bekam dafür viel Lob, aber auch harsche Kritik. Von „Luxus-Asyl“ war die Rede. Nun sind die ersten Flüchtlinge eingezogen.

  • Bauherr Markus Gildner und Künstler Shaho Penjwen

Markus Gildner strahlt. Er hat die ersten Bewohner seiner sechs Reihenhäuser für insgesamt 50 Flüchtlinge schon kennengelernt. „Das sind alles junge Paare, junge Familien mit ein oder zwei Kindern und das sind alles ganz anständige Leute“. Er freut sich auch dass sich der Helferkreis von Eckental „FLEck“ engagiert und die Neuankömmlinge willkommen heißt. Die anfänglichen Ressentiments aus der Nachbarschaft scheinen weitgehend überwunden.

„Das Positive überwiegt“, da ist sich Gildner ganz sichern. Auch wenn Unbekannte kürzlich einen Farbbeutel an die frisch gestrichene Fassade geworfen haben. Er reagiert darauf auf seine ganz eigene Art und hat einen irakischen Grafikdesigner aus Herzogenaurach gebeten kurzerhand aus dem „Schandfleck“ ein Kunstwerk zu machen. Shaho Penjwen sitzt bereits über den ersten Entwürfen.

Markus Gildner hat die Reihenhäuser für zehn Jahre der Regierung von Mittelfranken als Asylbewerber-Unterkunft überlassen. Danach will er sie als einfache Wohnhäuser vermieten.

Der Bayernreporter zum Nachhören:

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