09.05.2017 | Bayernreporter Nach Raubüberfall auf Tankstelle am Irschenberg: Tatverdächtiger ermittelt

In der Nacht zum 20. April hatte ein Unbekannter mit einem Messer bewaffnet eine Tankstelle am Irschenberg überfallen. Jetzt, zweieinhalb Wochen nach der Tat, weiß die Polizei, wer hinter der Tat steckt.

Foto: Uli Deck/dpa

Der maskierte Unbekannte war damals nachts in der nur einige hundert Meter von der A8 entfernt liegenden Tankstelle aufgetaucht. Er drohte den Kassierer mit einem Messer und forderte Bargeld. Anschließend war er zu Fuß in Richtung der Autobahn-Anschlussstelle Irschenberg geflüchtet.

Zunächst gelang es trotz sofort eingeleiteter Großfahndung nicht, den Täter zu stellen und festzunehmen. Nach jetzigen Erkenntnissen war der Fahndungsdruck in der Tatnacht aber so hoch, dass der Tatverdächtige einen Rucksack mit seiner zwischenzeitlich gewechselten Tatbekleidung und der Tatwaffe in Bad Tölz ablegte, bevor er mit seinem Wagen weiter fuhr. Ein Anwohner fand den Rucksack später und gab ihn bei der Polizeiinspektion Bad Tölz ab, die dortigen Beamten stellten den Zusammenhang zur Tat her.

Nachdem sich Hinweise auf einen tatverdächtigen 28-jährigen Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech verdichteten, erlangten die Ermittler Erkenntnisse über dessen Aufenthalt in Österreich. Letztendlich traten die Beamten mit den Eltern des Gesuchten in Kontakt, diese wiederum überzeugten ihren Sohn davon, sich der Polizei zu stellen.

Die Staatsanwaltschaft München II hatte im Vorfeld bei Gericht bereits einen Haftbefehl gegen den 28-Jährigen erwirkt. Der junge Mann stellte sich schließlich am Sonntagvormittag (07.05.) und räumte in einer Vernehmung bei der Kripo Miesbach die Tat ein.

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