07.03.2017 | Bayernreporter Regensburger Unternehmer sticht wieder in See – um Menschen zu retten

Der Unternehmer Michael Buschheuer aus Regensburg konnte es einfach nicht mehr ertragen, immer wieder die Berichte von ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer zu sehen. Jetzt rettet er selber Menschen aus dem Meer.

Foto: Armin Weigl/dpa

Er kaufte sich einen alten Fischkutter und ließ ihn zu einem Rettungsschiff umbauen. Schnell wurde sein spendenfinanziertes Projekt bekannt, so dass sich immer mehr Menschen bei ihm meldeten, um als Ehrenamtliche bei der Organisation oder beim Einsatz auf See mitzumachen. Durch diesen unermüdlichen Einsatz der vielen Helfer rettete die Sea-Eye-Crew im letzten Jahr 5568 Kinder, Frauen und Männer aus Seenot. Das verdient großen Respekt.

Nach der Winterpause startet in dieser Woche eine neue Rettungsmission von Licata (Sizilien) aus. Das Rettungsschiff wurde dafür entrostet und neu gestrichen. Dazu haben die Arbeiter das Wort „Rettung“ auf Arabisch auf die Sea-Eye gemalt. Es sind wieder acht Ehrenamtliche an Bord aus den USA, Frankreich, der Niederlande und Deutschland. Kapitänin ist Franziska Hansen aus Oslo. Das Team wird 14 Tage lang vor der libyschen Küste umherfahren und nach Flüchtlingsbooten Ausschau halten. Sehen die Helfer eins, alarmieren sie sofort die Seenotleitstelle, verteilen Rettungswesen und Trinkwasser. In Notfällen kann die Crew auch medizinische Hilfe leisten. Die Mission endet am 22. 3. in Malta (Basisstation).

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