16.12.2015 | Bayernreporter Geschmuggelte Hundewelpen dürfen bleiben - Tierschützer in ganz Bayern sind erleichtert

Die 215 Welpen, die am Freitag in zwei LKW in Bad Reichenhall beschlagnahmt wurden, müssen nun doch schnellstmöglich nicht zurück in die Slowakei und nach Ungarn. Nach Protesten des Tierschutzbundes ruderte das bayerische Verbraucherschutzministerium zurück. Auch die Helfer im Tierheim in Feucht sind erleichtert, wo gerade 15 der Hundebabys auf der Quarantänestation aufgepäppelt werden.

Herbert Sauerer, der 1. Vorsitzende des Tierheims, hätte sich wohl auch so geweigert, die Welpen zu den Besitzern in Osteuropa zurückzuschicken. „Die Hündinnen dort werden als Gebärmaschinen gehalten, die hygienischen Umstände sind katastrophal. Ich nenne das Welpen-Produktionszentren.“, erzählt er. Seit Jahren kümmern er und sein Team sich bereits um Welpen aus illegalen Tiertransporten. Für ihr Engagement haben sie letztes Jahr den Deutschen und den Bayerischen Tierschutzpreis bekommen.

Nach dem Fund von Bad Reichenhall sind die Quarantänestationen in den bayerischen Tierheimen wie in Feucht voll. Die Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, um die viel zu jungen und geschwächten Welpen aufzupäppeln. Obendrein kostet die medizinische Versorgung der Hunde viel Geld. Deshalb hofft das Tierheim Feucht immer auf Unterstützung. Die Welpen freuen sich auch über Spezialfutter oder Hipp-Brei Bio-Hühnchenfleich. „Es sind ja schließlich auch noch Babys“, so Sauerer.

Alle, die helfen wollen, können sich hier informieren: www.tierheim-feucht.de

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