12.03.2010

Klaus Doldingers «Back To Brazil» auf DVD

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Klaus Doldinger hat ein Faible für Brasilien. (Foto: dpa) Bild vergrößern Den meisten Deutschen dürfte die Erkennungsmelodie zum «Tatort» geläufig sein, vielen sicher auch der Soundtrack zu «Das Boot», schon weniger werden mit «Iguaçu», etwas anzufangen wissen.

Allen gemein ist die Urheberschaft von Altmeister Klaus Doldinger, dessen Brasilientour von 2003 auch für DVD mitgeschnitten wurde.

Die Doppel-DVD «Back To Brazil» bietet auf der ersten Scheibe mit dem Konzert seiner Band Passport im Club «Tom Brasil» in São Paulo eine Stunde solide handwerkliche Raffinesse, und dokumentiert auf dem zweiten Silberling Workshops und den Aufenthalt in São Paulo und Rio de Janeiro. Land und Leute faszinieren den früh - durch Laurindo Almeida - mit dem Sound Brasiliens infizierten Klarinettisten noch immer sichtlich.

Das gut eingespielte und wie immer hervorragend besetzte Ensemble von Passport bietet elektronisch aufpolierten original Doldinger aus gut 40 Jahren Musikschaffen. Dabei sind frühe Klassiker ein Muss: Wie «The Cat From Katmandu» von 1972, «Will-o´ The Wisp» von 1975, oder der Hit «Ataraxia» vom Album «Iguaçu», das von einer Tournee 1976 durch Brasilien inspiriert wurde. Auch der Soundtrack vom Kino-Klassiker «Das Boot» fehlt nicht.

Über die Jahre ist der Klaus seinem verlässlichen teutonischen Fusion-Stil, mit dem er auch Film, Fernsehen und Werbung beglückte, treu geblieben. Über den Bebop und Freejazz hat der Ehrenbürger von New Orleans zu diesem Sound mit dem hohen Wiedererkennungswert gefunden. Gegründet wurde Passport 1971, in der Urformation mit, man mag es kaum glauben, Udo Lindenberg am Schlagzeug.

Das versierte Spiel des inzwischen 73-Jährigen im März 2003 im «Tom Brasil» zu erleben ist eine Freude. Wenn auch manch neue Version eines altbekannten Titels nicht jeden erfreuen wird, so kann man doch sehr gut nachempfinden was Passport ausmacht und was das Besondere an diesem zurückhaltend auftretenden Mann mit dem Saxofon ist, wobei das brasilianische Lokalkolorit dabei auch nicht zu kurz kommt. (Quelle: Hamburg (dpa/lby))


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