05.08.2010

Ex-Schumi-Manager Weber verurteilt

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Willi Weber muss zusätzlich 360 000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen und in die Insolvenzmasse einer seiner Firmen einbringen. (Foto: dpa) Bild vergrößern Der Ex-Manager von Michael Schumacher, Willi Weber, ist zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss der Stuttgarter Geschäftsmann 360 000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen zahlen und in die Insolvenzmasse einer seiner Firmen einbringen.



Nach einer Absprache und einem Geständnis Webers sah es das Landgericht Stuttgart am Donnerstag als erwiesen an, dass der 68-Jährige die Insolvenz seiner PPM Pole Position GmbH bewusst verschleppt hat. Der ehemalige Manager des Formel-1- Rekordweltmeisters soll lange vom bevorstehenden Bankrott seiner Firma gewusst haben, ließ aber den Geschäftsbetrieb weiterlaufen.

Geständnis gegen Strafminderung - nach diesem vonseiten der Verteidigung bereits früh angebotenen Deal plädierten am Donnerstag sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung auf milde Strafen. Der Prozess endete schneller als geplant am achten Verhandlungstag. Ursprünglich waren bis Ende Oktober 20 Termine angesetzt. Verurteilt wurde Weber am Donnerstag wegen Insolvenzverschleppung und vorsätzlichen Bankrotts.

Während des Verfahrens hatte sich eine deutlich niedrigere Schadenssumme als zu Beginn vermutet ergeben. Ursprünglich ging die Anklage von rund zwei Millionen Euro aus, im Urteil ist nur noch von 93 600 Euro die Rede. Auch drei Mitangeklagte kamen mit glimpflichen Geldstrafen zwischen 900 Euro und 20 000 Euro davon.

Es ist nicht Webers erste Verurteilung: Im Jahr 2008 war der Manager bereits in Koblenz wegen Anstiftung zur Untreue zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung und mehreren Hunderttausend Euro Geldstrafe verurteilt worden. Diese Verhandlung floss in das Stuttgarter Urteil mit ein. (Quelle: Stuttgart (dpa/lby))


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