31.12.2008

Mutmaßlicher Vergewaltiger stellt sich

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Polizist (Foto: dpa) Bild vergrößern Ein seit Tagen gesuchter mutmaßliche Vergewaltiger einer Jugendlichen aus Regensburg hat sich am Dienstag in Berlin der Polizei gestellt. Dies teilten am Mittwoch die Bundespolizei in Berlin und der Direktor der oberösterreichischen Kriminalpolizei, Alois Lißl, in Linz mit.

Der verdächtige Mann sei geständig, sagte Lißl der Nachrichtenagentur APA.

Außerdem wird der 25-Jährige verdächtigt, auch noch für andere Überfälle auf Frauen und andere schwere Straftaten verantwortlich zu sein. Das teilten am Mittwoch die Staatsanwaltschaften Leipzig und Regensburg sowie die Polizeidirektionen Westsachsen, Chemnitz- Erzgebirge und Regensburg gemeinsam mit. Gegen ihn werde wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung und «weiterer schwerer Straftaten» ermittelt.

Der Mann, der aus Sachsen stammt, stellte sich nach Angaben der Bundespolizei am Dienstag gegen 20.00 Uhr auf der Polizeiwache am Berliner Hauptbahnhof. Der 25-Jährige wurde festgenommen und noch in der Nacht zum Mittwoch Beamten der Chemnitzer Polizei übergeben. Seine Angaben sollen jetzt auch mit Hilfe von DNA-Analysen überprüft werden.

Die 16-Jährige war am frühen Morgen des 24. Dezember auf dem Weg zum Regensburger Busbahnhof von dem Mann angehalten worden. Mit einem Messer zwang er das Mädchen, in den Kofferraum seines Pkw zu steigen, aus dem die 16-Jährige mit ihrem Handy die Polizei in Regensburg alarmieren konnte. Kurz darauf brach der Kontakt allerdings ab. Gegen 9.30 Uhr, etwa viereinhalb Stunden nach der Entführung, meldete sich das Mädchen bei der Polizei am Linzer Hauptbahnhof und erklärte, sie sei auf der Fahrt von Regensburg nach Linz von dem Mann vergewaltigt worden.

Durch die länderübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Polizeidienststellen von Westsachsen, Chemnitz/Erzgebirge und Regensburg sowie der österreichischen Behörden sei der Tatverdacht schnell auf einen 25-jährigen Mann mit Hauptwohnsitz in Österreich gefallen, der in der Nähe von Chemnitz geboren wurde. Der Mann habe sich schließlich «durch den intensiven Fahndungsdruck» gestellt.

Den Ermittlungsbehörden prüfen jetzt, ob der Festgenommene auch für Überfälle auf Frauen infrage kommt, die sich im Raum Chemnitz wenige Tage vor dem Vorfall in Regensburg ereigneten. So war am 20. Dezember gegen 1.00 Uhr in Chemnitz eine 18-jährige Frau nach dem Besuch einer Disco von einem Mann gezwungen worden, in den Kofferraum eines Pkw zu steigen. An einem unbekannten Ort habe er «sexuelle Handlungen» an der Frau vorgenommen. Später habe er sie aus dem Auto gezerrt und von einer Brücke in die Mulde geworfen.

Am Heiligabend habe der gleiche Täter um 1.00 Uhr in Chemnitz wieder versucht, eine junge Frau zu entführen. Das sei aber misslungen. Danach sei der Täter in Richtung Regensburg gefahren, wo es wenige Stunden später gegen 5.00 Uhr zu der neuerlichen Tat kam. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Berlin/Linz ) (Quelle: )


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