13.03.2010

Sozialdemokrat Favorit bei Wahlen in Niederlanden

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Der Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen ist neuer Hoffnungsträger der niederländischen Sozialdemokraten (Archiv). (Foto: dpa) Bild vergrößern Stimmungswandel in den Niederlanden: Nach der Auswechselung ihres Spitzenkandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten haben die Sozialdemokraten drei Monate vor Neuwahlen starken Auftrieb bekommen.

Der Rechtspopulist Geert Wilders rutschte hingegen bei Umfragen ab, berichtete die Zeitung «de Volkskrant» am Samstag.



55 Prozent der Niederländer wünschen sich nach einer Erhebung des Instituts De Hond den neuen Spitzenmann der Partei der Arbeit (PvdA), Job Cohen, als Regierungschef. 25 Prozent sprachen sich für den amtierenden christdemokratischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende aus. Wilders, der seinen Wahlkampf vor allem mit ausländerfeindlichen Parolen betreibt, kam auf 17 Prozent. Das Institut Eén Vandaag zählte 52 Prozent für Cohen, 17 Prozent für Balkenende und 15 Prozent für Wilders.

Zuvor war Wilders' Partei für die Freiheit (PVV) wochenlang aus Umfragen stets als stärkste oder zweitstärkste politische Kraft hinter den Christdemokraten hervorgegangen. Der Stimmungswandel wurde durch den Rücktritt des PvdA-Spitzenkandidaten Wouter Bos am Freitag eingeleitet. Er war bis zum Kollaps der zuletzt unpopulären christlich-sozialen Koalitionsregierung am 20. Februar Finanzminister und stellvertretender Regierungschef. Cohen, der sich als Bürgermeister in Amsterdam erfolgreich um ein friedliches Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen bemühte, ist seit langem einer der populärsten Politiker der Niederlande. Die Neuwahlen finden am 9. Juni statt. (Quelle: Amsterdam (dpa/lby))


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