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Eines der ältesten Atomkraftwerke Deutschlands kann nach Angaben des Betreibers RWE wie geplant länger am Netz bleiben.
Auf das Kernkraftwerk Biblis B in Südhessen sei eine Reststrommenge von 8100 Gigawattstunden (GWh) vom stillgelegten Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich (KMK) übertragen worden, bestätigte RWE am Dienstag.
Dies hatte zuvor schon das Bundesamt für Strahlenschutz mitgeteilt.
Damit kann der Reaktor laut RWE fast ein Jahr länger laufen. Er hätte sonst im Januar 2011 abgeschaltet werden müssen. Im rot-grünen Atomkonsens war festgelegt worden, dass insgesamt 21 450 Gigawattstunden auf Biblis übertragen werden dürfen.
Die aktuelle schwarz-gelbe Koalition in Berlin bereitet gerade eine Regelung vor, nach der Atomkraftwerke grundsätzlich länger am Netz bleiben können. Im Herbst soll ein Energiekonzept vorliegen.
In München untermauerte Bayerns CSU/FDP-Regierung ihre Forderung nach längeren Laufzeiten der Atommeiler demonstrativ mit einem Kabinettsbeschluss. Eine Befristung der Atomlaufzeiten sieht das im Kabinett beschlossene bayerische Energiekonzept nicht vor.
Das unter Federführung von Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ausgearbeitete Papier ist die offizielle bayerische Position für die Verhandlungen mit der Bundesregierung. Die Staatsregierung will außerdem die alternativen Energien ausbauen - bis 2030 sollen 40 Prozent der bayerischen Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen kommen. (Quelle: Biblis/München (dpa/lby))
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