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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den massiven Ausbau der Stromnetze als Grundvoraussetzung für eine komplette Umstellung auf Öko-Energien bezeichnet. Sie sei «betrübt», dass es gegen den Ausbau der Energienetze so viele Widerstände gebe.
Es müsse eine nationale Bereitschaft geben, den Leitungsausbau zuzulassen, um das Öko-Energie-Zeitalter zu erreichen, forderte Merkel am Freitag zum Abschluss ihrer «Energiereise» in Darmstadt. Es reiche nicht aus, ein Bekenntnis zu erneuerbaren Energien zu geben, sondern dafür sei das Mittun aller notwendig.
Auf Grundlage der von Gutachtern erarbeiteten Szenarien zur Entwicklung der Energieversorgung werde nun das Energiekonzept der nächsten Jahrzehnte bis zum Jahr 2050 entwickelt, sagte die Kanzlerin. Es werde in dem Konzept ein klares Bekenntnis zur Kern- als auch zur Kohleenergie geben als «Brückentechnologie», betonte Merkel. Es gehe darum, das Thema «frei von Ideologien» zu behandeln. Damit gebe es Planbarkeit für den Energiestandort. «Ich glaube, dass das ein sehr spannender Prozess ist», sagte Merkel.
Umwelt- und Wirtschaftsministerium erhielten die Szenarien zur künftigen Energiepolitik nach Angaben aus Regierungskreisen am späten Freitagnachmittag. Die Modelle sind auch eine der Grundlagen für die Entscheidung über längere Laufzeiten der Atomkraftwerke. Das Kabinett will über das Konzept Ende September entscheiden.
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) bekräftigte, dass nach elf Jahren ein neues Energiekonzept fällig sei. Der Weg ins «regenerative Zeitalter» sei gangbar, aber er werde einige Zeit in Anspruch nehmen. (Quelle: Darmstadt/Berlin (dpa/lby))
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