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Die schwarz-gelbe Koalition ist nach der Sommerpause mit unvermindert mauen Umfragewerten gestartet. Für die Grünen geht es dagegen weiter aufwärts, wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-«Politbarometer» zeigt.
59 Prozent der von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragten Bürger halten den Vorwurf für berechtigt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den politischen Kurs in der Bundesregierung zu wenig vorgibt.
Auch 40 Prozent der CDU/CSU-Anhänger und 46 Prozent der FDP-Anhänger teilen diese Kritik an der Kanzlerin.
Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, würden CDU/CSU nach der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen unverändert 33 Prozent erhalten, die FDP bliebe bei 5 Prozent. Die SPD würde wieder etwas von ihrem zwischenzeitlichen Gewinn verlieren und käme auf 31 Prozent (minus 1), die Linke auf 10 Prozent (unverändert). Die Grünen hingegen würden um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent zulegen. Das sei der höchste Wert, den die Grünen bisher im «Politbarometer» erreicht hätten, teilte das ZDF mit.
In der politischen Stimmung, bei der längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine geringere Rolle spielen, fallen die Veränderungen allerdings etwas größer aus. Die CDU/CSU kann danach ein Plus von 3 Punkten verzeichnen und kommt jetzt auf 35 Prozent. Die SPD muss deutliche Einbußen von 6 Punkten auf nun 30 Prozent hinnehmen. Die politische Stimmung für die FDP hat sich nicht gedreht: Sie verharrt unverändert bei 4 Prozent. Die Linke kommt unverändert auf 10 Prozent und die Grünen erreichen 17 Prozent (plus 2).
Die Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker wird weiterhin von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) angeführt. Auf Platz zwei kommt jetzt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, gefolgt von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Kanzlerin Merkel. SPD-Chef Sigmar Gabriel belegt Platz sieben, die Schlusslichter kommen wieder von der FDP: Gesundheitsminister Philipp Rösler sowie FDP-Chef und Außenminister Guido Westerwelle.
Fast unverändert deutlich wird von 76 Prozent der Bürger die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 abgelehnt. Bei der Frage, wie die Renten angesichts der demografischen Probleme auf längere Sicht finanziert werden sollen, wollen 55 Prozent am liebsten die Zuschüsse aus Steuermitteln erhöhen. (Quelle: Mainz/Berlin (dpa/lby))
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