30.08.2010

Wilders: Islam eine «gewalttätige Ideologie»

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Für den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders ist der Islam «eine gewalttätige Ideologie». (Foto: dpa) Bild vergrößern Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat erneut mit Beschimpfungen des Islam für Aufsehen gesorgt. Er sei nicht mit dem Christentum vergleichbar, sondern «eine gewalttätige Ideologie so wie der Kommunismus und Faschismus», so Wilders.



Zugleich forderte der Islamgegner nach Angaben der Zeitung «de Volkskrant» im australischen Fernsehen, die Einwanderung in den Westen aus allen Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung zu stoppen.

In den Niederlanden verhandelt Wilders seit mehr als drei Wochen mit Christdemokraten und Rechtsliberalen über einen Vertrag zur Duldung einer Minderheitsregierung dieser beiden Parteien durch seine islamfeindliche Partei für Freiheit (PVV). Sie hatte bei den Parlamentswahlen am 9. Juni 24 der 150 Sitze im Parlament erobert und war damit drittstärkste politische Kraft der Niederlande geworden.

Prominente Christdemokraten hatten Wilders mit Blick auf die angestrebte Duldungsvereinbarung aufgerufen, sich mit Äußerungen zurückzuhalten, die dem Image der Niederlande im Ausland schaden könnten. Das am Sonntag ausgestrahltes Interview im australischen TV-Programm Dateline habe er noch vor Beginn der Duldungsverhandlungen gegeben, erklärte Wilders am Montag.

Dass Muslime über seine Äußerungen empört sein könnten, störe ihn nicht, sagte Wilders in dem Interview. «Da es wahr ist kann es mir egal sein, wenn Menschen beleidigt sind.» Neuer Streit mit den Partnern der geplanten Minderheitsregierung unter Duldung von Wilders ist bereits absehbar: Am 11. September will der Rechtspopulist zum Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York am Ground Zero eine Rede halten gegen den unweit davon geplanten Bau einer Moschee. Am 2. Oktober will er bei einem Auftritt in Berlin seine Ansichten darlegen. (Quelle: Amsterdam (dpa/lby))


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