Bild vergrößern
US-Präsident Barack Obama will den Irak mit dem offiziellen Ende des Kampfeinsatzes in eine neue Ära der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung entlassen.
«Der Irak hat die Chance, eine bessere Zukunft für sich selbst zu schaffen», sagte der Präsident am Dienstag bei einem Truppenbesuch in Fort Bliss im US- Bundesstaat Texas. Allerdings sei die Arbeit der US-Soldaten in dem Land nicht beendet, bis das Land sicherer sei.
«Es gibt noch Gewalt im Irak», sagte Obama.
«Der heutige Tag markiert eine deutliche Wandlung unseres Verhältnisses mit dem Irak», hatte bereits zuvor Obamas Sprecher Robert Gibbs gesagt. Die USA könnten sich nun darum kümmern, «dieses Land hier aufzubauen», sagte er mit Blick auf die zahlreichen innenpolitischen Probleme Amerikas.
Obama wollte am Abend (Ortszeit) in der erst zweiten Rede seiner Amtszeit aus dem Oval Office zum Ende des Kampfeinsatzes auch den Soldaten danken, die seit Beginn des Krieges 2003 im Irak dienten. Er wollte die Fernsehansprache aber nicht dazu nutzen, einen Sieg zu erklären. «Wir werden nicht in Eigenlob verfallen», sagte er.
Eine Rede, wie sie George W. Bush 2003 an Bord eines Flugzeugträgers vor einem Banner mit den Worten «Mission accomplished» (Mission erfüllt) gehalten hatte, werde es nicht geben, sagte auch Gibbs. «Von uns wird man diese Worte nicht hören», sagte der Sprecher des Weißen Hauses. Der Präsident werde aber deutlich machen, dass er mit dem Ende des Kampfeinsatzes ein zentrales politisches Versprechen eingelöst habe.
Mit dem Ende des Kampfeinsatzes würden die USA ihr Augenmerk nun noch stärker auf Afghanistan und Pakistan legen - was den Krieg gegen den Terror einschließt. Obama bezeichnete den Krieg in Afghanistan als harten Kampf. «Es wird eine große Schufterei», sagte er.
Der Präsident telefonierte laut Gibbs am Dienstagmorgen mit seinem Vorgänger George W. Bush. Am Vortag hatte er im Walter-Reed- Militärkrankenhaus in Washington verletzte Veteranen besucht und rund ein Dutzend von ihnen ausgezeichnet. Das US-Verteidigungsministerium spricht von 4418 gefallenen US-Soldaten im Irak seit 2003.
US-Vizepräsident Joe Biden traf derweil am Dienstag in Bagdad mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki zusammen. Anschließend wollte er an einer Zeremonie zum Beginn der neuen Aufbauoperation «New Dawn» (Morgendämmerung) und an einem Kommandowechsel an der Spitze der US-Truppen teilnehmen.
Es wurde erwartet, dass sich Biden auch mit Vertretern der führenden irakischen Parteien treffen wird. Dabei wird es um die schleppende Regierungsbildung gehen. Auch rund ein halbes Jahr nach der Parlamentswahl am 7. März gibt es immer noch kein neues Kabinett.
Regierungssprecher Gibbs hält unterdessen die Sicherheitslage wie auch die politische Situation im Irak für verbessert. Das Ausmaß der Gewalt sei auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn des Krieges vor siebeneinhalb Jahren, sagte er am Dienstag. Die zunächst verbliebenen, rund 50 000 amerikanischen Soldaten im Irak würden sich nicht in Kampfhandlungen hineinziehen lassen, betonte er.
Bereits vor zwei Wochen hatten alle regulären Kampftruppen das Land verlassen. Die dort noch stationierten Truppen sollen die irakischen Sicherheitskräfte im Rahmen der Operation «New Dawn» (Morgendämmerung) militärisch ausbilden und ihnen bei der Terrorbekämpfung helfen.
Manche Experten halten den Abzug der Kampftruppen für verfrüht. «Vielleicht steht ihm (Obama) eine Siegesrunde zu, aber dies ist nicht der richtige Moment», sagte Michael O'Hanlon vom Brookings- Politikinstitut der «Washington Post». «An seiner Stelle hätte ich gewartet, bis es eine irakische Regierung gibt.» Auch sei er «verwirrt» über die Rede aus dem Oval Office. Dadurch könnten unrealistische Hoffnungen über die Aussichten auf eine baldige Befriedung des Landes geweckt werden, warnte O'Hanlon.
Zwischenzeitlich waren im Verlauf des Krieges mehr als 170 000 Amerikaner in dem Land stationiert. Die amerikanischen Streitkräfte wollen auch Panzer, Artillerie, Waffen und Munition im Wert von etwa einer Milliarde Dollar (787 Mio Euro) im Irak belassen.
Das politische Vakuum und der US-Rückzug hatten in den vergangenen Monaten die Aufständischen zu verstärkten Angriffen auf die irakischen Sicherheitskräfte ermuntert. Erst in den vergangenen Tagen wurde der Irak wieder von einer massiven Terrorwelle erschüttert. Obama hält aber trotz der Gewalt an seinen Rückzugplänen fest. Ende des kommenden Jahres sollen auch die restlichen US-Soldaten den Irak verlassen haben. «Der Krieg geht dem Ende zu», sagte er jüngst in einer Rundfunkansprache. (Quelle: Washington/Bagdad (dpa/lby))
09.02.2012: Griechenland kann sich auf neues milliardenschweres Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber einstellen. Die Euro-Finanzminister machten jedoch bei einem Sondertreffen am Donnerstagabend in Brüssel deutlich, dass endgültige Beschlüsse nicht sofort zu erwarten sind.
09.02.2012: In der syrischen Protesthochburg Homs bahnt sich nach sechstägigem Dauerbeschuss eine humanitäre Katastrophe an. Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete unter Berufung auf Regimegegner, landesweit seien am Donnerstag mindestens 126 Menschen von den Regierungstruppen getötet worden, davon allein 107 in Homs.
09.02.2012: Mit der Geduld am Ende: Nach immer wiederkehrenden Klagen über den langen Arm des Assad-Regimes weist Deutschland vier syrische Diplomaten aus. Und es könnten noch weitere Schritte folgen.
09.02.2012: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will das umstrittene Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim weiter am Netz lassen.
09.02.2012: Im Konflikt um das iranische Atomprogramm sind die Amerikaner radikaler als die Europäer.
08.02.2012: Die griechische Regierung bringt ihr umstrittenes neues Sparpaket auf den Weg. Am Mittwochabend traf sich der parteilose Ministerpräsident Lucas Papademos mit den Spitzen der drei Regierungsparteien, um deren Unterstützung für den harten Sparkurs zu gewinnen.
08.02.2012: Das syrische Regime mordet auch nach dem Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow unvermindert weiter. Westliche und arabische Staaten verstärken den diplomatischen Druck auf Präsident Baschar al-Assad.
08.02.2012: Begleitet von Kritik an der Menschenrechtslage in Kasachstan hat die Bundesregierung eine Rohstoffpartnerschaft mit dem autokratisch regierten zentralasiatischen Staat geschlossen.
08.02.2012: Mit einem sensationellen Dreifachsieg hat der ultrakonservative Außenseiter Rick Santorum den Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner für das Weiße Haus wieder spannend gemacht.
Bildergalerie: Polizei findet 92 geschmuggelte Hundebabys - Die Welpen sind vorerst im Tierheim Nürnberg untergekommen
Ohne Wasser und Futter in zu kleine Transportboxen...
Verlosung: Jeder Name hat eine besondere Bedeutung: Das Geheimnis Ihres Vornamens!
Aus unseren Vornamen kann man vieles herauslesen.....
Rocky und Rambo schlimm zugerichtet: Schwarenegger und Stallone im gleichen Krankenhaus
Zwei Actionhelden, beide lädiert, im selben Kranke...
Single-Schnäppchen: Marina aus Mittelfranken
Die quirlige Marina aus Mittelfranken ist auf der ...
Kälteeinbruch: So kommen Sie sicher durch den Winter
Brrrr. Es wird kalt in Bayern. Wir haben die beste...