02.09.2010

ARD-«Deutschlandtrend»: Union stabilisiert sich

Diesen Artikel auf Twitter empfehlen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor der Kulisse des Reichstages. (Foto: dpa) Bild vergrößern Die Union hat sich in der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-«Deutschlandtrends» stabilisiert, Schwarz-Gelb bleibt aber weiter hinter Rot-Grün zurück. Gegenüber dem Vormonat gewinnt die Union einen Punkt hinzu und erreicht 32 Prozent (CDU 25,5; CSU 6,5).

Die SPD verliert einen Punkt und erreicht 30 Prozent. Die FDP kommt unverändert auf fünf Prozent. Grüne und Linke liegen ebenfalls unverändert bei 17 beziehungsweise 10 Prozent.



Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-«Tagesthemen» hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 2006 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

Die Unzufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung ist unverändert hoch. Nur 18 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition zufrieden (+2). Die Unzufriedenen monieren unter anderem, die Regierung lasse nicht erkennen, was sie wolle und kümmere sich «nicht um die Interessen der kleinen Leute». 79 Prozent halten die Regierung für überfordert. Auch fehle es an überzeugenden Persönlichkeiten.

Die Beliebtheitsliste führt weiterhin Verteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) an, obwohl er 6 Punkte an Zustimmung einbüßte (65 Prozent). Auf Platz zwei folgt SPD-Fraktionschef Frank- Walter Steinmeier mit 55 Prozent Zustimmung (+2 im Vergleich zum Juli). Er löst Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ab, die mit 53 Prozent auf Platz drei rutschte (-3).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) legte 7 Punkte zu und kommt mit 48 Prozent auf Platz fünf hinter Finanzminister Wolfgang Schäuble (49 Prozent Zustimmung, -4 gegenüber dem Vormonat) den fünften Platz. Schlusslicht der abgefragten Politiker ist Außenminister Guido Westerwelle mit einer Zustimmung von 19 Prozent. Dies sind drei Punkte weniger im Vergleich zum Vormonat und der schlechteste Wert, der je für ihn im ARD-«Deutschlandtrend» gemessen wurde.

Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen und würden Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel gegeneinander antreten, entschieden sich laut der Umfrage 45 Prozent für Merkel und 33 Prozent für Gabriel. Träte Steinmeier gegen Merkel an, würden 41 Prozent die Amtsinhaberin und 38 Prozent Frank-Walter Steinmeier wählen. (Quelle: Köln (dpa/lby))


ähnliche Meldungen

Viele Politiker hoffen auf ein schnelles Verbot der NPD - erst recht, nachdem Verbindungen zu Rechtsterroristen auftauchten. Doch reichen die Beweise? Foto: Uwe Zucchi
Range: Rechtsterroristen nicht militanter Arm der NPD

09.02.2012: Generalbundesanwalt Harald Range hat Hoffnungen auf ein rasches Verbot der rechtsextreme NPD gedämpft.

Die Affäre Wulff flammt wieder auf. Erneut geht es um einen Urlaub mit reichen Freunden. Wieder werden Rücktrittsforderungen gegen den Bundespräsidenten laut - aber Kanzlerin Merkel bleibt bei ihrer Unterstützung. Foto: Johannes Eisele
Neue Rücktrittsforderungen gegen Wulff

09.02.2012: Zwei Monate nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe gerät Bundespräsident Christian Wulff wegen seiner Beziehungen zu reichen Unternehmern erneut unter Druck. Wulff wurde erneut mit Rücktrittsforderungen konfrontiert.

Im öffentlichen Dienst bahnen sich schwierige Tarifverhandlungen an. Foto: Armin Weigel/ Symbol
Öffentlicher Dienst: Forderung nach 6,5 % mehr Geld

09.02.2012: Im öffentlichen Dienst droht eine harte Tarifauseinandersetzung. Die Gewerkschaften fordern für die rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen 6,5 Prozent mehr Geld - mindestens aber 200 Euro.

Pflegebedürftige sollen die Bescheide ihrer Kassen künftig schneller bekommen. Foto: Patrick Pleul
Geld an Pflegebedürftige soll schneller fließen

09.02.2012: Drohende Strafen für die Pflegekasse sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) das Geld an Pflegebedürftige in Zukunft rasch fließen lassen.

Ein Polizist vor der syrischen Botschaft in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Deutschland weist vier syrische Diplomaten aus

09.02.2012: Mit der Geduld am Ende: Nach immer wiederkehrenden Klagen über den langen Arm des Assad-Regimes weist Deutschland vier syrische Diplomaten aus. Und es könnten noch weitere Schritte folgen.

Behälter mit hoch radioaktiven Abfällen (hinten) und einige Transporthauben im atomaren Zwischenlager in Gorleben. Foto: Julian Stratenschulte
Bund und Länder beraten über Atomendlagersuche

09.02.2012: Bundesumweltminister Röttgen (CDU) berät heute mit Vertretern der Bundesländer über das weitere Vorgehen bei der Suche nach einem Endlager für Atommüll.

Neuer Wirbel um den Bundespräsidenten Christian Wulff. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv
Staatsanwaltschaft prüft Wulffs Sylt-Urlaub

08.02.2012: Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen seiner Urlaube als niedersächsischer Ministerpräsident erneut in die Schlagzeilen.

Möglicherweise haben Hacker Zugriff auf einen Server des Bundestages. Foto: Rainer Jensen / Archiv
Hacker melden Angriff auf Bundestag

08.02.2012: Wirbel um einen angeblichen Hackerangriff auf Bundestagsunterlagen mit «Geheim»-Aufdruck: Die Gruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben Parlamentsserver geknackt - und Geheimunterlagen aus dem Kundus-Untersuchungsausschuss ins Netz gestellt.

Uwe Böhnhardt (l.) und Uwe Mundlos: Sie bildeten eine rechtsradikale Terrorzelle, die für eine Serie von zehn Morden verantwortlich gemacht wird. Foto: Uwe Zucchi/ Archiv
NSU-Morde: Bund-Länder-Kommission nimmt Arbeit auf

08.02.2012: Neben Untersuchungsausschüssen in Berlin und Erfurt durchleuchtet nun auch eine Bund-Länder-Kommission die jahrelang unentdeckt gebliebenen Neonazi-Morde. Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) setzte das vierköpfige Gremium am Mittwoch nach der Zustimmung des Kabinetts ein.


Meistgelesene Artikel

Singleschnäppchen Marina

Single-Schnäppchen: Marina aus Mittelfranken
Die quirlige Marina aus Mittelfranken ist auf der ...

mehr

Winter Schnee Baum kalt

Kälteeinbruch: So kommen Sie sicher durch den Winter
Brrrr. Es wird kalt in Bayern. Wir haben die beste...

mehr