06.01.2009

Althaus hat keine Erinnerung an Skiunfall

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 Warnschild (Foto: dpa) Bild vergrößern Der schwere Skiunfall des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) ist doch beobachtet worden. Bei der Staatsanwaltschaft Leoben hat sich ein Zeuge gemeldet.

Dieser habe gesehen, wie Althaus und die 41 Jahre alte Slowakin nach dem frontalen Zusammenprall einige Meter weit über die Piste geflogen seien, sagte Staatsanwalt Walter Plöbst am Montag. Die Frau war kurz darauf gestorben.

Mehrere Medien spekulierten angesichts des Unglücksortes, ob Althaus auf der richtigen Route unterwegs war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt routinemäßig wegen fahrlässiger Tötung. Die Gutachten zur Schuldfrage sollen in vier Wochen vorliegen.

Althaus selbst, der eine schwere Schädel-Hirn-Verletzung erlitt, habe bislang keine Erinnerung an den Unfall. Der Politiker könne deshalb noch nicht vernommen werden, sagte Klinikleiter Reinhard Lenzhofer. Anästhesist Hubert Artmann hält es aber durchaus für möglich, «dass die Erinnerung an den Unfall wiederkommen wird». Althaus sei zurzeit noch nicht 100-prozentig räumlich und zeitlich orientiert, sein Gesundheitszustand bessere sich jedoch stetig. Er könne allerdings noch nicht aufstehen. «Das geht nicht so schnell», sagte der Leiter der Unfallchirurgie des Krankenhauses in Schwarzach, Primarius Franklin Genelin am Dienstag.

Der Zeuge kann nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Aussage zum Ablauf des Unfalls machen. Damit sei weiterhin unklar, wie die Fahrlinie von Althaus war, sagte Plöbst. Medienberichte, nach denen der Ministerpräsident an der Kreuzung in die falsche Richtung abgebogen sei, wies er deshalb als Spekulation zurück. Die Obduktion der 41-Jährigen ergab, dass sie an einer massiven Schädelverletzung starb. Weitere Untersuchungen der Blutproben sowie der Kleidung und Ausrüstung stehen noch aus. Unter anderem müsse die Frage geklärt werden, ob Alkohol im Spiel gewesen sei, sagte Plöbst.

Die stellvertretende Thüringer Ministerpräsidentin Birgit Diezel (CDU) wandte sich ebenfalls gegen Schuldzuweisungen. «Althaus ist ein sehr besonnener und auch versierter Skifahrer», sagte sie am Dienstag in Erfurt. Sie werde am Mittwoch an der Beerdigung der Skifahrerin im österreichischen Riegersburg, dem Heimatort des Witwers, teilnehmen. «Die Kabinettsmitglieder schließen die Familie in ihre Gebete mit ein.»

Die Landesregierung gehe davon aus, dass Althaus in absehbarer Zeit wieder vollständig gesund wird, sagte Diezel. «Deshalb bewahren wir Ruhe, um auch ihm die notwendige Ruhe für die Genesung zu gönnen.» Die Vorbereitungen für die Verlegung in das Universitätsklinikum Jena seien abgeschlossen. Ob und wann der Patient verlegt werde, stehe noch nicht fest. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Wien/Erfurt ) (Quelle: )


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