13.03.2010

Mainzer 1:0 gegen 1. FC Köln - Rot für Bancé

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Kölns Torwart Faryd Mondragon (M) rettet gegen den Mainzer Elkin Soto (l).  (Foto: dpa) Bild vergrößern Im «Karnevalstreffen» der Fußball-Bundesliga hat der FSV Mainz 05 durch ein hochverdientes 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln seine Heimstärke untermauert.

«Wir waren in allen Belangen die bessere Mannschaft», sagte Trainer Thomas Tuchel. Vor 20 300 Zuschauern sorgte der eingewechselte Andre Schürrle mit seinem vierten Saisontreffer für die Entscheidung (57. Minute).

Dabei spielten die Mainzer über eine Stunde in Unterzahl, nachdem Aristide Bancé wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah (27.). «Heute hätten auch zwei vom Platz fliegen können und wir hätten immer noch gewonnen», meinte Tuchel und bescheinigte seinem Team eine «Leistung vom Feinsten».

«Am liebsten hätte ich schon zur Pause alle Spieler außer Faryd Mondragon ausgewechselt», sagte ein erboster Kölner Coach Zvonimir Soldo zum leidenschaftslosen Spiel seiner Mannschaft. «Wenn drei oder vier einen schlechten Tag haben, lass ich mir das noch gefallen. Aber die ganze Mannschaft...», meinte Soldo, der im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach eine Reaktion nicht nur von Nationalspieler Lukas Podolski als Führungsperson fordert. «Über das Spiel ist zu reden. Gegen Gladbach müssen wir gewinnen», meinte der FC-Trainer. Präsident Wolfgang Overath war nach der Pleite kurz angebunden: «Kein Kommentar zu den Leistungen.»

Mit seinem unbedachten Ellbogencheck gegen Pedro Geromel brachte Bancé den Plan der Mainzer zunächst gehörig durcheinander. «Die Fernsehbilder zeigen, es war keine Tätlichkeit», meinte Tuchel. Er selbst musste nach 87 Minuten wegen heftigen Reklamierens auf die Tribüne. «Das war nicht vorbildlich», sagte der 36-Jährige, der vor Beginn schon zwei kurzfristige Änderungen verkraften musste: Andreas Ivanschitz fiel mit einer Adduktorenverhärtung aus, Torwart Heinz Müller musste wegen eines Magen-Darm-Infekts passen.

Sein Vertreter Christian Wetklo verlebte gegen harmlose Kölner weitestgehend ruhige Zeiten. Das Kommando rissen die 05er in der teilweise giftig geführte Partie an sich und Bancé beschäftigte fast die gesamte FC-Abwehr. Sein Fallrückzieher war sehenswert, ging aber knapp vorbei (13.). Elkin Soto (17.) und Filip Trojan (33., 37.) scheiterten an Mondragon. Köln fehlte mit dem Portugiesen Petit (10. Gelbe Karte) der Taktgeber.

Der Mainzer Coach Tuchel hatte mit der Einwechslung von Schürrle und Chadli Amri das richtige Händchen: Der Franzose bediente nach einem Alleingang mustergültig Schürrle und von dessen Fuß sprang der Ball vom Innenpfosten ins Tor. Nur zwei Minuten später verhinderte Mondragon wieder gegen Schürrle einen größeren Rückstand. Die Kölner lockerten ihre starre Defensivtaktik zwar ein wenig, doch gegen die aufopferungsvoll kämpfende Mainzer fand der FC kein Mittel. Nur der kaum auffallende Podolski prüfte Wetklo per Flachschuss (78.). (Quelle: Mainz (dpa/lby))


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