21.08.2010

Deutsche Basketball-Riesen wachsen

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Bundestrainer Dirk Bauermann klatscht einen seiner Spieler ab. (Foto: dpa) Bild vergrößern Die deutschen Basketballer sind für die Weltmeisterschaft in der Türkei gerüstet. Nach Siegen gegen Russland und die Türkei schlug das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann in Puerto Rico den dritten «Großen» im Verlauf der Vorbereitung.

Für ihre starke Leistung wurde die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) im Gerry Weber Stadion von Halle/Westfalen mit Ovationen verabschiedet. «Ich denke, wir sind für die WM gerüstet.

Das war im zweiten Durchgang der Entwicklungsschritt, den ich von der Mannschaft sehen wollte», sagte Bauermann nach dem 73:63-Sieg gegen die mit drei NBA-Stars gespickten Lateinamerikaner.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der die deutschen Korbjäger nur mühsam in die Gänge kamen und am Ende mit zehn Punkten zurücklagen, steigerte sich das junge Team nach dem Seitenwechsel von Minute zu Minute und brillierte im Schlussviertel geradezu. «Ich denke, wir können mit breiter Brust in die WM gehen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken», sagte Elias Harris, der 8 seiner 13 Punkte nach der Pause erzielte und damit das Signal für die Aufholjagd gab.

«Ich sehe mich als Einer, der dem Team von der Bank Energie gibt und es pusht», beschrieb der Shootingstar des vergangenen Sommers seine Rolle in der DBB-Auswahl. Jung, unerschrocken, dynamisch - ab und zu aber noch ein bisschen unerfahren präsentierten sich die deutschen Riesen während der vergangenen Wochen. Acht Tage vor dem WM-Auftakt gegen Ex-Weltmeister Argentinien haben sie aber zu einer Form gefunden, die für die Titelkämpfe am Bosporus einiges verspricht.

«Unser Ziel ist das Achtelfinale, ich denke das ist absolut realistisch», sagte Harris. Auch ohne Superstar Dirk Nowitzki und NBA-Center Chris Kaman, die beide einen weiteren Sommer pausieren, verfügt diese deutsche Mannschaft über so viel Qualität, wie schon lange keine DBB-Auswahl mehr vor ihr.

Die Leistungssteigerung in den vergangenen 14 Tagen ist zudem eng mit dem Namen Jan-Hendrik Jagla verknüpft. Gegen Puerto Rico überzeugte der 29-Jährige mit 25 Punkten und war damit zum dritten Mal nacheinander bester Werfer seiner Mannschaft. «Jan muss das Team führen», fordert Bauermann - der Blondschopf vom polnischen Topclub Prokom Gdynia wächst immer mehr in diese Rolle hinein.

Am Sonntag können die deutschen Korbjäger in Bonn gegen Puerto Rico noch einmal unter Beweis stellen, dass sie für die WM präpariert sind. «Das wird noch einmal ein richtiger Härtetest», sagte Bauermann, der nach der Partie im Telekom Dome seinen endgültigen Kader benennen muss. Zwei Spieler wird es noch treffen. «Das wird eine harte Entscheidung, weil es alle verdient haben», sagte der Nationalcoach. (Quelle: Halle/Westfalen (dpa/lby))


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