29.08.2010

Trotz Pleite: Basketballer mit starkem WM-Auftakt

Diesen Artikel auf Twitter empfehlen

Alle Abwehrversuche halfen nicht: Die DBB-Auswahl verlor das Auftaktspiel.  (Foto: dpa) Bild vergrößern Die Sensation knapp verpasst, den ersten Härtetest bei der WM aber mit Bravour bestanden: Trotz der unglücklichen 74:78- Niederlage gegen Titelkandidat Argentinien haben sich Deutschlands Basketballer bei der Weltmeisterschaft in der Türkei zum Auftakt Respekt verschafft.



«Es ist ein tolles Zeichen, dass diese junge Mannschaft in der Lage ist, gegen ein so erfahrenes und starkes Team wie Argentinien zu bestehen», sagte Bundestrainer Dirk Bauermann nach der Pleite gegen den Olympiasieger von 2004. «Die Deutschen haben ein starkes Team. Mit ihnen wird hier zu rechnen sein», lobte Argentiniens NBA-Star Luis Scola.

Schon in den Katakomben der Kadir Has Arena von Kayseri begann Bauermann, seine junge Truppe wieder aufzubauen. «Man darf bei einer WM nie frustriert oder niedergeschlagen sein, man darf sich nie zu lange ärgern. Das entzieht einem Energie und dafür geht es bei einem solchen Turnier zu sehr Schlag auf Schlag», sagte der Nationalcoach mit Blick auf das zweite Gruppenspiel gegen Vize-Europameister Serbien.

Grund zu übergroßer Enttäuschung bestand für das deutsche Team in der Tat nicht. Bis auf eine Schwächphase im dritten Abschnitt bot die unerfahrene Mannschaft den mit drei NBA-Profis angetretenen Südamerikanern mit Unbekümmertheit und Leidenschaft Paroli und hatte den Ex-Weltmeister am Ende sogar am Rande einer Niederlage. Beim Stand von 74:75 und noch zehn Sekunden Spielzeit leistete sich Routinier Demond Greene aber einen unnötigen Ballverlust, der die deutschen Siegträume platzen ließ.

«Ich wünschte, ich könnte die Szene ungeschehen machen», stammelte Greene nach der Partie, in der er ansonsten überragend gespielt hatte. Mit 20 Punkten war der 31 Jahre alte «Team-Opa» bester Werfer, überzeugte zudem mit starker Verteidigung und riss seine jungen Kollegen immer wieder mit. «Trotzdem würde ich nicht von einem gelungenen Start sprechen, schließlich haben wir verloren.»

Wie schon bei der Europameisterschaft in Polen vor einem Jahr musste die jüngste Auswahl, die der Deutsche Basketball Bund (DBB) je zu einer WM geschickt hat, in den entscheidenden Situationen noch Lehrgeld bezahlen. Ohne Superstar Dirk Nowitzki, der in diesem Sommer erneut pausiert und die Partien am Wochenende aufgrund von Terminen auch nicht im Fernsehen verfolgen konnte, fehlt zudem eine Respektsperson auf dem Feld.

Dies spiegelte sich auch in dem einen oder anderen Pfiff der Unparteiischen wieder. 34 Freiwürfe bekamen die international erfahrenen Argentinier zugesprochen, nur 15 Mal standen die Jungspunde aus Deutschland, bei denen gleich neun Spieler ihr WM- Debüt feierten, an der Linie. «Das spiegelte nicht die Verhältnisse auf dem Parkett wider», sagte Bauermann.

Aufhalten mochte er sich mit derlei Diskussion aber nicht, «das kostet nur Energie». Und die brauchen die deutschen Riesen, wollen sie in den verbleibenden Partien die zum Weiterkommen nötigen zwei Siege einfahren. (Quelle: Kayseri (dpa/lby))


ähnliche Meldungen

Liebreich wird Chef des polnischen Rundfunksymphonieorchesters

09.02.2012: Der in München lebende Dirigent Alexander Liebreich wird von der Saison 2012/13 an Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Rundfunksymphonieorchesters im polnischen Kattowitz (Katowice). Der Vertrag über das auf vier Jahre angelegte Engagement wurde am Donnerstag in der oberschlesischen Bergbaumetropole unterschrieben, teilte Liebreichs Agentur mit.

John Neumeier, Ballettdirektor und Chefchoreograf des Hamburg Ballett, richtet den Blick nach China. Foto: Angelika Warmuth
Chinas Ballett erkundet mit Neumeier neue Wege

09.02.2012: «Er ist mein Idol», schwärmt die chinesische Ballerina Zhu Yan über den Hamburger Ballettdirektor John Neumeier. «Er ist für mich der größte Choreograph der Welt.

Ein Polizist vor der syrischen Botschaft in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Deutschland weist vier syrische Diplomaten aus

09.02.2012: Mit der Geduld am Ende: Nach immer wiederkehrenden Klagen über den langen Arm des Assad-Regimes weist Deutschland vier syrische Diplomaten aus. Und es könnten noch weitere Schritte folgen.

Tommy Haas spielt mit Philipp Petzschner das Doppel. Foto: Daniel Loeb
Haas-Auftritt erst am Samstag - Mayer und Petzschner Einzelspieler

09.02.2012: Rückkehrer Tommy Haas muss sich im Davis-Cup-Match gegen den Vorjahresfinalisten Argentinien noch etwas gedulden. Teamchef Patrik Kühnen nominierte für die beiden Tennis-Einzel am Freitag (14.00 Uhr) die Bayreuther Florian Mayer und Philipp Petzschner.

Das deutsche Davis-Cup-Team: Cedrik-Marcel Stebe, Tommy Haas, Philipp Petschner, Florian Mayer und Patrick Kühnen (v.l.). Foto: Daniel Loeb
DTB-Team setzt gegen Argentinien auf Heimvorteil

09.02.2012: Nach 1603 Tagen Davis-Cup-Pause fiebert Tommy Haas seiner Rückkehr entgegen, doch zunächst muss sich der 33-Jährige gedulden. Denn gegen die favorisierten Argentinier sollen am Freitag die Lokalmatadoren Florian Mayer und Philipp Petzschner die Weichen Richtung Viertelfinale stellen.

Auch Denvers Chris Anderson (l) konnte gegen die Wurfsicherheit von Dirk Nowitzki nichts ausrichten. Foto: Larry W. Smith
Nowitzki führt Dallas in Denver zum Sieg

09.02.2012: Angeführt von einem treffsicheren Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA bei den Denver Nuggets einen Sieg eingefahren. Der NBA-Champion gewann mit 105:95 und feierte seinen 15. Erfolg im 26. Saisonspiel.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow in Damaskus. Foto: Epa/Sana
Gräueltaten in Homs - Arabische Beobachter ziehen ab

08.02.2012: Das syrische Regime mordet auch nach dem Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow unvermindert weiter. Westliche und arabische Staaten verstärken den diplomatischen Druck auf Präsident Baschar al-Assad.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew im Kanzleramt in Berlin Foto: Hannibal
Deutschland kann Rohstoffe in Kasachstan ausbeuten

08.02.2012: Begleitet von Kritik an der Menschenrechtslage in Kasachstan hat die Bundesregierung eine Rohstoffpartnerschaft mit dem autokratisch regierten zentralasiatischen Staat geschlossen.

Nur noch Standby-Betrieb: Petroplus-Raffinerie in Ingolstadt. Foto: Armin Weigel
Insolvente Petroplus stellt Produktion ein

08.02.2012: Die insolvente Petroplus-Raffinerie in Ingolstadt wird in den nächsten Tagen die Produktion einstellen. Bei einer Betriebsversammlung erfuhren die Mitarbeiter am Mittwoch, dass das Unternehmen in den sogenannten optimierten Standby-Betrieb gefahren werde - praktisch ein Warmhalten der Raffinerie.


Meistgelesene Artikel

Singleschnäppchen Marina

Single-Schnäppchen: Marina aus Mittelfranken
Die quirlige Marina aus Mittelfranken ist auf der ...

mehr

Winter Schnee Baum kalt

Kälteeinbruch: So kommen Sie sicher durch den Winter
Brrrr. Es wird kalt in Bayern. Wir haben die beste...

mehr