13.11.2009

Der ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker

Die Freiwillige Feuerwehr St. Wolfgang erzählt

Diesen Artikel auf Twitter empfehlen

ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker Feuerwehr St. Wolfgang Bild vergrößern Wir von der Freiwilligen Feuerwehr St. Wolfgang haben uns 2008 zum ersten Mal an der Aktion ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker beteiligt.

Es stellte sich für uns die Frage wollen wir nur Pakete sammeln oder organisieren wir einen LKW und fahren selbst mit. Als wir von der Spedition Hobmaier die Zusage über die kostenlose Überlassung des LKW erhielten, war für uns klar: Da müssen wir mit - und haben sofort ein Team gebildet.



Also fingen wir an die Werbetrommel zu rühren, es wurden
Plakate und Flyer in der ganzen Gemeinde verteilt die örtliche Presse hat Berichte veröffentlicht. Wir hatten im Feuerwehrhaus eine Paketsammelstation gemacht. An jedem Adventsonntag konnten Pakete bei uns abgegeben werden.
Bei der Bevölkerung kam diese Aktion gut an, viele kamen und brachten Pakete für den ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker oder erkundigten sich bei einer Tasse Glühwein über die Aktion.

Als es dann endlich so weit war, verpackten wir die Pakete auf Europaletten und beluden unseren LKW.

Tag 1: Die Abfahrt

Endlich ist es soweit: Der 2. Weihnachtsfeiertag ist da und es geht los. Wir wurden in Regensburg offiziell von ANTENNE BAYERN verabschiedet und die Reise ging los in Richtung Moldawien.

Als sich der Konvoi um ca. 14:00 Uhr in Bewegung setzte, war es ein riesiges Gefühl, dabei zu sein und helfen zu können. Auf der Autobahn Richtung Österreich jubelten uns die Leute von den Autobahnbrücken aus zu. Wir erreichten um kurz vor Mitternacht die Grenze zu Ungarn. Nach kurzer Wartezeit ging es wieder weiter. Wir fuhren die ganze Nacht im Wechsel durch, bis wir am Morgen die rumänische Grenze errichteten.

Tag 2: Die Reise

Um ca. 8:30 Uhr ging es gut gestärkt wieder weiter auf den Landstraßen Rumäniens. Wir fuhren den ganzen Tag, durch bis wir am Abend den Bürgo Pass erreichten und genau da fing es zum Schneien an. Als wir am Pass oben waren hatten wir ca. 20 cm Schnee auf der Fahrbahn. Rauf ging es ohne Probleme, aber wir mussten ja auch noch runter und bei dem starkem Schneefall ging es nur im Schneckentempo runter. Alle 14 LKW’s und die Begleitfahrzeuge kamen ohne Probleme auf die andere Seite des Passes.

Tag 3: Die Ankunft

Als wir dann am Morgen des 3. Tages aufwachten begrüßten uns eine klirrende Kälte und strahlender Sonnenschein. Nach dem Frühstück ging es wieder weiter Richtung Moldawien. Die letzte Etappe bis zur Grenze waren nur noch 500 Kilometer. Auf dieser Strecke hatten wir viel durchgemacht: Schneebedeckte Steigungen, extreme Schlaglöcher und Schneeverwehungen bis 50 cm Höhe.

Die ersten LKW's erreichten am 3. Tag um 16:00 Uhr die Moldawische Grenze. Die Zollabfertigung dauerte sechs (!) Stunden, dann ging es endlich weiter, Gott sei dank, es hatte nämlich minus 35 Grad! Von der Grenze aus ging es mit Polizeibegleitung in unseren Zielort Cischinau. Es war ca. 22:00 Uhr als wir in der Kaserne ankamen. Wir parkten die LKW’s und wurden mit dem Bus zu einem Restaurant gefahren wurden, in dem wir schon erwartet wurden. Dort haben uns Vertreter der Wirtschaft begrüßt und uns zum Essen eingeladen.

Tag 4: Die Verteilung der Pakete

Als erstes checkten wir morgens unsere LKW’s und machten sie startklar, um endlich die Pakete zu verteilen. Nach der
offiziellen Begrüßung durch den Moldawischen Verteidigungsminister ging es los. Es kamen Transporter und luden Pakete auf, da wir nicht in jedes Dorf fahren konnten, weil die Straßen nicht für unsere Sattelzüge ausgelegt sind. Ein Teil unserer LKW’s fuhren in ein Kinderheim, Behindertenheime und Dörfer. Die Menschen dort haben sich wahnsinnig über die Pakete aus Deutschland gefreut - denn sie müssen dort echt am Existenzminimum leben und das auch noch bei diesen klirrend kalten Temperaturen!

Ausgeschlafen und gut gestärkt ging es nach einer kurzen Verabschiedung wieder in Richtung Heimat, die gut 2.500 Kilometer entfernt liegt.

Wir waren glücklich, dass wir den armen Menschen wenigsten ein bisschen zu einem schönen Weihnachten verhelfen konnten.

Ich persönlich freute mich riesig auf zu Hause, um das erste Silvester meiner drei Monate alten Tochter und meiner Frau zu erleben.´

Es ging durch Rumänien, Ungarn und Österreich bis wir am 31.12.2008 am Abend die Grenze zu Deutschland
überquerten. Da gab es kein Halten mehr und auch keine Müdigkeit als wir dann um 22:35 Uhr in St. Wolfgang den LKW abstellten und uns unsere Familien begrüßten.

Mein Mitfahrer Hubert Glassl und ich beschlossen am 31.12.2008 bei der Verabschiedung, dass wir 2009 wieder beim ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker dabei sind.

Bitte helfen auch Sie mit und packen Sie Pakete für den ANTENNE BAYERN Weihnachtstrucker! Die Familien in Osteuropa haben es wirklich dringend nötig!

Ihr Erich Eß



Meistgelesene Artikel

Singleschnäppchen Marina

Single-Schnäppchen: Marina aus Mittelfranken
Die quirlige Marina aus Mittelfranken ist auf der ...

mehr

Heiratsantrag

Was war Ihr schönster Liebesbeweis?
Pünktlich zum Valentinstag suchen wir Bayern tolls...

mehr